Karneval

Friemersheim feierte zauberhaft - mit vereinter Narrenkraft

Schau’ mir in die Augen, Kleine: Das Damenduo Boeb und Oe sorgte für Stimmung.

Schau’ mir in die Augen, Kleine: Das Damenduo Boeb und Oe sorgte für Stimmung.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Rheinhausen.   Die Karnevalssitzung von KAB und KAV erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Auch diesmal blieb im Pfarrzentrum St. Josef kein Platz mehr frei.

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Seit 1956 veranstalten KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) und KAV (Katholischer Arbeiter Verein) schon ihre Karnevalssitzung in Friemersheim. „In fast unveränderter Form“, sagt KAV-Schriftführer und Festausschuss-Leiter Wolfgang Wollenhaupt. Eine markante Ortsänderung gab es aber. 1979 wurde der Gemeindekarneval in das Pfarrzentrum von St. Josef an der Kronprinzenstraße geholt.

Wie in allen Vorjahren hieß es am Samstagabend wieder: Ausverkauft! Rund 170 Leute passen in den karnevalistisch geschmückten Pfarrsaal. „Wir sind meist schon ab Weihnachten quasi ausverkauft“, so Wollenhaupt. Das Publikum sei dabei sehr durchmischt, junge und alte Besucher schunkeln zusammen. Was sich niemand nachsagen lassen wollte war unverkleidet gekommen zu sein. So gab es alle klassischen Kostümen von Clowns über Piraten bis hin zu Cowboys und Prinzessinnen.

Der KAB-Chef kam als Tanzmariechen

Gemeinsam feierten sie ausgiebig bei dem rund dreieinhalbstündigen Programm unter dem Motto: „Friemersheim ist zauberhaft – mit vereinter Narrenkraft“.

Auf der Bühne standen traditionell ausschließlich eigene Leute der Vereine. Da warf sich zum Beispiel der KAB-Vorsitzende Engelbert Brockhaus in ein Tanzmariechen-Kostüm und sorgte für jede Menge Lacher. Insgesamt 22 Programmpunkte gab es am Samstagabend. „Da ist natürlich viel Lokalkolorit dabei. Auch Leute, die man aus Friemersheim kennt, werden schon mal aufs Korn genommen“, erzählt Wollenhaupt, der dem Festausschuss seit 40 Jahren vorsteht. Aber das mache auch den Charakter der Sitzung aus. Sie sei einfach sehr familiär.

Aus dem Elferrat wurde ein Narrenrat

Angefangen haben die KAV- und KAB-Sitzungen in einem Saal an der Krefelder Straße, den es heute nicht mehr gibt. Bis zu 800 Leute aus ganz Rheinhausen seien damals gekommen. Mit der Zeit entstanden in vielen Gemeinden aber Pfarrzentren, in denen dann viele eigene Karnevalsfeiern abhielten. „Wir hatten dann überlegt in die Rheinhausen-Halle zu gehen. Da haben wir lange verhandelt. Sie war aber zu teuer.“

Also ging es nach Friemersheim, eine Entwicklung mit der die Jecken noch heute zufrieden sind. Was von damals auch geblieben ist, ist der festliche Narrenrat. Die Herren tragen noch immer dunkle Anzüge, bunte Fliegen und eine Narrenkappe. Sonst ist es auch hier ein Elferrat - aufgrund von Krankheitsfällen wurde diese Zahl aber diesmal nicht erreicht, weswegen es zur Umbenennung kam. Der Feierstimmung tat das aber keinen Abbruch.

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