Eine Wahl ohne ungültige Stimmen

Nicht nur die Medien beschäftigen sich mit der Frage, ob Jugendliche ab 16 Jahren an den Bundestagswahlen teilnehmen dürfen. Auch im Homberger Franz-Haniel-Gymnasium (FHG) stand die Debatte kurz vor den Herbstferien auf dem Stundenplan. Anlass für eine Juniorwahl nach der „großen“ Wahl im September.

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Nicht nur die Medien beschäftigen sich mit der Frage, ob Jugendliche ab 16 Jahren an den Bundestagswahlen teilnehmen dürfen. Auch im Homberger Franz-Haniel-Gymnasium (FHG) stand die Debatte kurz vor den Herbstferien auf dem Stundenplan. Anlass für eine Juniorwahl nach der „großen“ Wahl im September.

Die Juniorwahl ist ein Projekt des Bundestags, das am FHG erstmals organisiert wurde. Federführend war die Fachschaft Sozialwissenschaften. Oberstufenschüler und Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 hatten während der Mittagspause die Möglichkeit, ihre Stimme in einem Wahlbüro in der Aula abzugeben. Dort waren wie bei den Bundestagswahlen Kabinen aufgestellt. Nach dem Vorzeigen einer Wahlbenachrichtigung und des Schülerausweises erhielten die jungen Leute Wahlzettel, auf denen sie Erst- und Zweitstimme abgeben konnten. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung zwischen 40 und 50 Prozent. In der 12. Klasse war sie am höchsten. Mit überragender Mehrheit wurde Mahmut Özdemir als Erstmandat gewählt. Dass er selbst mal Schüler am FHG gewesen ist, war dabei sicher ein Faktor, ebenso der „Bonus“ des Amtsinhabers.

Neben der SPD erhielten auch andere große Parteien wie CDU und Grüne viele Stimmen. Ungültige Stimmen gab es keine. Obwohl die Juniorwahl in einigen Punkten dem aktuellen Bundesdurchschnitt entsprach, gab es Abweichungen. Die AfD etwa erhielt weniger Stimmen. Die Bildung einer regierungsfähigen Koalition dürfte sich bei dem Wahlergebnis der Juniorwahl jedoch als schwierig erweisen. Einzig eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen erreichte die nötige Parlamentsmehrheit.

Das Ergebnis zeigte alles in allem, dass die Schüler den Wahlablauf verstanden und die Wahl ernst genommen hatten, zog Schulleiter Norbert Thummes Bilanz. Die Juniorwahl habe dazu beigetragen, den jungen Leuten ihre demokratischen Rechte und Pflichten bewusst zu machen. Außerdem sei bei vielen ein Interesse an Politik geweckt worden.

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