Facebook-Initiative

Duisburger "Schlagloch-Jäger" ziehen erste Bilanz

Die tiefen Schlaglöcher in Höhe der Aldi-Einfahrt an der Lindenallee sind bereits Vergangenheit

Die tiefen Schlaglöcher in Höhe der Aldi-Einfahrt an der Lindenallee sind bereits Vergangenheit

Foto: Seidelt

Duisburg-Rheinhausen.  Eine von der CDU ins Leben gerufene Facebook-Gruppe setzt sich für die Reparatur von Straßenschäden in Rheinhausen ein. Einblick in die Arbeit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Idee zu den "Schlagloch-Jägern" (genauer: Kaputte Straßen Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen) hatten CDU-Chef Klaus Mönnicks und sein Facebook-Beauftragter Andreas Hitt: Die Bevölkerung wird gebeten, bei Facebook bauliche Missstände im Straßenbau zu melden. Diese werden dann gesichtet, bewertet und den Wirtschaftsbetrieben der Stadt an die Hand gegeben. „Wir setzen uns dafür ein, dass Schlaglöcher beseitigt, Bürgersteige, Radwege, Bordsteine repariert, klappernde Kanaldeckel instandgesetzt und wild wachsende Wurzeln im Laufbereich entfernt werden“, sagt Ferdi Seidelt, Vorsitzender der Union in der zuständigen Bezirksvertretung Rheinhausen.

Sortiert wurden die Meldungen unter „Schlaglöcher“, „Deckschicht“, „Grundsanierung“ und „Sonstiges“ (Baumwurzeln, Kanaldeckel, Unkraut). Seidelt: „Schlaglöcher wurden beispielsweise registriert in der Beguinen- und Clarenbachstraße. Die Fahrbahndecke ist kaputt in der Viktoriastraße zwischen Kaiser- und Kronprinzenstraße. Auch die Maiblumenstraße zwischen Enge Gasse und Kruppstraße braucht eine neue Oberfläche. Grundsaniert werden muss die Kruppstraße von Tor 1 bis zur Bremerhavener Straße.“

Nachfrage bei den Wirtschaftsbetrieben

Die Kommunalpolitiker fragten bei den Wirtschaftsbetrieben nach, wo in den kommenden Jahren Kanalbaumaßnahmen geplant seien, dann könne die Sanierung in einem Rutsch erfolgen. Die Antwort: Die Clarenbach-, Maiblumen-, Schützen- und Viktoriastraße sind zwischen 2020 und 2024 an der Reihe. Alle anderen Straßen müssen politisch in die entsprechenden Sanierungslisten eingebaut werden.

Recht flott geht laut Seidelt die Schlagloch-Bearbeitung. Gemeldet und ausgemerzt wurden die Asphaltschäden an den Stellen Windmühlenstraße/Kreuzung Bachstraße, Windmühlenstraße Bereich Park & Ride, Bachstraße und immer wieder Kruppstraße. Besonders aufwändig gestopft wurden die großen Löcher in Höhe der Aldi-Einfahrt an der Lindenallee.

Soweit die Bearbeitung der Friemersheimer Sorgen. Nach Lage der Dinge setzt sich jetzt das Team Rumeln-Kaldenhausen in Bewegung. In diesem Stadtteil wurden der Union laut derer Aussage zwölf Malheurs mitgeteilt.

Neuer Fall aus dem Zentrum

Eines ist Ratsherr Klaus Mönnicks dann in Friemersheim selbst aufgefallen. So mancher Stellplatz ist hinüber. „Parkplätze in Friemersheim-Zentrum sind heiß begehrt. Diesbezüglich sind diese mit einer Parkzeitbegrenzung versehen worden. So auch die Stellplätze an der Kreuzung Windmühlen-/Krupp-/Walther-Rathenau-Straße und Kaiserstraße. Das Auslegen und die Einstellung der Parkscheibe werden zu Recht auch täglich von Ordnungshütern der Stadt kontrolliert und bei Zuwiderhandlung mit einem Bußgeld geahndet“, holt der Politiker sprachlich etwas aus.

Um dann zu fragen: „Wäre es nicht eine Selbstverständlichkeit, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes derart kapitale Schäden dem zuständigen Amt melden, damit die Schäden ausgebessert werden, um bei Unfällen Regressansprüche an die Stadt zu vermeiden? Ein Absperren der Stellplätze wäre das Mindeste an Maßnahmen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben