Wohnungsbau

Duisburg-Rheinhausen: Die Planungen am Burgfeld gehen weiter

Im Baugebiet nahe der Asberger Straße in Duisburg-Rheinhausen wurde ein archäologischer Fund gemeldet. Experten stießen vor einigen Jahren auf Funde aus der römischen Siedlung Asciburgium.

Im Baugebiet nahe der Asberger Straße in Duisburg-Rheinhausen wurde ein archäologischer Fund gemeldet. Experten stießen vor einigen Jahren auf Funde aus der römischen Siedlung Asciburgium.

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.  In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses kassierte die Lokalpolitik den Beschluss der Bezirksvertretung: Wohnraum werde dringend benötigt.

Zu früh gefreut haben sich all jene, die glaubten, SPD und CDU hätten sich in der Sitzung der Bezirksvertretung einsichtig gezeigt und die Argumentation akzeptiert, die für das Einstampfen des Bebauungsplanes am Burgfeld sprechen. Die scheidende Fraktionschefin der Grünen im Stadtrat, Claudia Leiße, hatte sowohl klima- als auch denkmalpolitisch argumentiert. Nach einer Sitzungsunterbrechung hatte sie die SPD auf ihrer Seite, die CDU enthielt sich immerhin, sprach von gewichtigen Gründen.

In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses kassierte die Lokalpolitik den Beschluss der Bezirksvertretung nun mehrheitlich. Leiße hat keinen Zweifel daran, dass der Rat in seiner heutigen Sitzung diesem Beschluss folgen und für diese umstrittene Bebauung votieren wird. Es ist übrigens noch der Rat in seiner alten Zusammensetzung, da die Wahlperiode noch im Oktober fortdauert.

40 hochwertige Wohnungen in Einfamilien- und Doppelhäusern sind geplant

Planungsdezernent Martin Linne hatte bei den Planungspolitikern für die Weiterverfolgung des B-Planes geworben, weil Duisburg dringend attraktiven Wohnraum benötige. Am Burgfeld sind 40 hochwertige Eigentumswohnungen in Einfamilien- und Doppelhäusern geplant. Vor einigen Jahren haben Archäologen das Areal gründlich untersucht und sind auf Funde aus der römischen Siedlung Asciburgium stammen.

Im Baugrund sollen sich noch Reste befinden, die von hohem Wert sind. Aus konservatorischen Gründen sollen sie im Erdreich bleiben. Eine Bebauung mit wäre dann nur ohne Keller möglich.

Leiße meint, dass es sinnvoll sei, dass das Bodendenkmal zugänglich bliebe. Sie bedauert, dass schon in der Vergangenheit Initiativen der Bezirksvertretungen, die wichtig waren für die Bürger vor Ort, mit den Stimmen der beiden großen Fraktionen torpediert wurden. „Hier von dringendem Wohnbedarf zu sprechen, ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die dringend eine zeitgemäße und menschenwürdige Mietwohnung suchen“, so Leiße.

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