Politik

Duisburg-Baerler Kirchengelände soll bebaut werden

Laut Aussage der SPD will sich die Evangelische Kirchengemeinde von einem Teil des Geländes an der Schulstraße in Baerl trennen.

Laut Aussage der SPD will sich die Evangelische Kirchengemeinde von einem Teil des Geländes an der Schulstraße in Baerl trennen.

Foto: Heiko Kempken

Duisburg-Homberg/Baerl.   In Baerl soll ein Bebauungsplan verhindern, dass ein Investor das Areal an der Schulstraße „zupflastert“. Hier die Themen der Bezirksvertretung.

Von oben betrachtet, erinnert die Silhouette Baerls ein bisschen an die Nordseeinsel Sylt. Auch wenn sich die Grundstückpreise keinesfalls vergleichen lassen, so gilt Baerl als eine Art schickes kleines Dorf in der Großstadt. Dieser dörfliche Charakter, da sind sich die Kommunalpolitiker einig, solle zwingend erhalten bleiben. Nicht mitzuspielen scheint da laut Aussage der SPD die evangelische Kirchengemeinde mit Sitz an der Schulstraße.

„Die Kirche will ein 3800 Quadratmeter großes Gelände an einen Investor verkaufen, der dort eine Altentagespflege, Demenzwohnungen und Servicewohnungen bauen will“, sagt Fraktions-Chef Hans-Gerd Bosch, der auch bereits entsprechende Pläne gesehen haben will. Bosch spricht von „zupflastern“, drei Objekte mit je 1000 Quadratmetern sollen auf dem Gelände entstehen, zudem seien nur wenige Parkplätze eingeplant. Reagieren wollen die Sozialdemokraten auf die Pläne mit einem Antrag, den sie zusammen mit Bündnis 90/Die Grünen verfasst haben.

„Wir wollen einen Bebauungsplan für das Gebiet südöstlich ,Auf der Gest’, südwestlich Schulstraße, nordwestlich Bebauung Grafschafter Straße und nordöstlich Flingerstraße“, erklärt Bosch. Dieser Plan soll regeln, dass im Teil zur Schulstraße hin die von dem Investor geplanten Senioreneinrichtungen gebaut werden können. Der hintere Teil solle sich nach dem Abriss des alten Gemeindehauses aber im Sinne der Anwohner an die jetzige Einfamilienhaus-Bebauung anlehnen. Ebenso fordert die SPD für den Bereich eine Tiefgarage.

Ebert-Brücke muss saniert werden

In der Bezirksvertretungssitzung geht es heute auch um jede Menge Geld. So haben die Bezirksvertreter gleich zwei Vorlagen zur Friedrich-Ebert-Brücke zwischen Homberg und Ruhrort zu beschließen. Insgesamt werden für die Sanierung von Betonelementen auf einer Zufahrt und für die Erneuerung der Gummidehnprofile an den Übergangskonstruktionen samt Rostschutz und Asphaltarbeiten 627.000 Euro fällig. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten erledigt werden, wann genau, ist noch nicht klar. Verkehrsteilnehmer müssen sich dabei auf Behinderungen einstellen. Es wird eine Teilsperrung geben, nur eine Spur pro Fahrtrichtung ist während der Arbeiten frei.

Die 748.000 Euro teure Erneuerung eines Teilstücks der Moerser Straße (Südstraße bis Duisburger Straße) steht ebenfalls auf der Tagesordnung des Bezirksparlaments. Die Sanierung sei im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht kurzfristig umzusetzen. Es gilt, erhebliche bauliche Mängel im Fahrbahnbelag zu beseitigen, kaputte Radwege zu reparieren und die Gehwege in den Haltestellenbereichen barrierefrei auszubauen. Der Fahrbahnquerschnitt wird von der Ampel an der Südstraße bis zum Stichweg in Höhe Hausnummer 98 im Vollausbau erneuert. Bei dem Ausbau, der im 2. Halbjahr beginnen soll, werden auch die Anlieger zur Kasse gebeten. Die Stadt zitiert dazu die entsprechende Stelle im Kommunalabgabengesetz.

Und noch mehr Ausgaben: Für die Beseitigung von Brandschutzmängeln am Franz-Haniel-Gymnasium sind 175.000 Euro fällig. Bei einer Brandschau sind erhebliche Mängel im Bereich der Rettungswege festgestellt worden, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung. Die sogenannte „Fensterrettung“ sei nicht mehr zulässig, daher müsse baulich nachgebessert werden, so die Aussage aus dem Rathaus.

Um den vergleichsweise geringen Betrag von 3200 Euro geht es in einem Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Dabei handelt es sich um Zuschüsse für kulturelle Zwecke , die die Parteien wie folgt unter zwei Karnevalsvereinen aufgeteilt haben wollen: 1000 Euro für die Kinderprinzenproklamation der KG Narrenzunft, 700 Euro für die Kindersitzung der KG Narrenzunft, 400 Euro für die Tanzkleidung der Narrenzunft-Garden, 700 Euro für die Kindersitzung der Karnevalsfamilie Homberg und 400 Euro für deren Tanzkleidung.

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