Geschichte

Duisburg-Alt-Oestrum: Friedenseiche kommt in Denkmalliste

Die Friedenseiche gab der Eichenstraße ihren Namen. Der stattliche Baum ist laut Stadt kerngesund und soll zwingend erhalten werden. 

Die Friedenseiche gab der Eichenstraße ihren Namen. Der stattliche Baum ist laut Stadt kerngesund und soll zwingend erhalten werden. 

Foto: FS

Duisburg-Oestrum.   Stadt bestätigt die bevorstehende Eintragung der Friedenseiche, ohne jedoch Details nennen zu können, etwa zur Umgestaltung der Straße.

Wie geht es weiter mit der sogenannten „Friedenseiche“ in Alt-Oestrum? Der mächtige Baum war nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 gepflanzt worden. 1918 wurde er von belgischen Besatzungssoldaten abgeholzt, hat inzwischen wieder stattliche Höhe und ist Namensgeber für die heutige Eichenstraße. Zur Freude der Rheinhauser CDU-Fraktion hat die zuständige Untere Denkmalbehörde der Stadt den Baum samt Umfeld nun unter Denkmalschutz gestellt.

Rückblick: Diese Aufnahme in die Denkmalliste hatte die Union in der Bezirksvertretungssitzung am 31. Januar beantragt, war damit aber in dem Gremium gescheitert. Die Ablehnung hatten unter anderem SPD und Grüne damit begründet, dass der Baum dann eingefriedet werden müsse.

Das heißt, eine Absperrung, zwei Meter um den Baum herum, sei vorgeschrieben. Das würde dafür sorgen, dass unter anderem der Linienbus nicht mehr durch komme. Der Baum solle zwar definitiv bleiben, jedoch mit seiner aktuellen Umrandung nicht mit einer, die für ein Denkmal erforderlich ist, hieß es damals.

Stadt: „Aktuell ist keine Klärung möglich“

Die Stadtverwaltung hat auf Nachfrage der Redaktion erklärt, dass sie zunächst eine Stellungnahme des auch zuständigen Landschaftsverbands Rheinland (LVR) abwarten will. „Aktuell ist in der Sache von uns aus keine Klärung möglich“, sagte ein Verwaltungssprecher. D

ie CDU sieht sich derweil bestätigt in ihrer Einschätzung, dass das Ensemble mit der Friedenseiche in Alt-Oestrum ein schützenswertes Denkmal ist. Fraktions-Vorsitz Ferdi Seidelt zitiert den Stand der Dinge behördlicherseits: „Da zu erwarten ist, dass die Anlage in die Denkmalliste eingetragen wird, wurde das Denkmal mit sofortiger Wirkung vorläufig unter Schutz gestellt.“

Er ergänzt: „Finaler Schritt ist die Eintragung in die Denkmalliste, nach Lage der Dinge nur noch Formsache.“ Nächster Schritt in Alt-Oestrum: In der ersten Aprilhälfte soll im Rahmen Reihe „CDU vor Ort“ eine öffentliche Informationsveranstaltung im „Jägerhof“ an der Eichenstraße durchgeführt werden, um mit Anliegern und Interessierten diese Themen zu erörtern. „Genauer Termin und Uhrzeit werden rechtzeitig bekannt gegeben.“

Gespräche über den Hof

Mit „Themen“ ist gemeint, dass es in der Infoveranstaltung auch um weitere Baustellen an der Eichenstraße gehen soll. Bekanntlich soll in den kommenden Jahren ein Teilabschnitt der teils arg maroden Eichenstraße umgestaltet werden. Zuvor wird hier der Kanal erneuert. Zudem würde seit Jahren über die bauliche Zukunft der Hofanlage spekuliert werden. Einige Bauträger sollen bereits bei der Stadtverwaltung vorstellig geworden sein.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben