Soziales

Duisburger Hospiz St. Raphael sucht stadtweit Ehrenamtler

Für das Hospiz St. Raphael sind aktuell 30 Festangestellte rund 100 Ehrenamtler im Einsatz. Sie unterstützen und begleiten Schwerstkranke.

Foto: Lars Heidrich

Für das Hospiz St. Raphael sind aktuell 30 Festangestellte rund 100 Ehrenamtler im Einsatz. Sie unterstützen und begleiten Schwerstkranke. Foto: Lars Heidrich

Duisburg-homberg.   Das Huckinger Malteser Hospiz St. Raphael ist auf stadtweite ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Informationsabend in Homberg.

Der Rhein ist in der Stadt eine Grenze zum Westen und die Ruhr zum Norden. Das merken auch die Mitarbeiter vom Malteser Hospiz St. Raphael in Huckingen. „Unsere Arbeit ist aber ein Dienst für ganz Duisburg“, sagt die Hospizleiterin Mechthild Schulten. Zwar sei das Hospiz im Süden, der ambulante Hospizdienst unterstützt aber Menschen im gesamten Stadtgebiet. Für die Tätigkeit in der Hospizarbeit ist St. Raphael auf Ehrenamtliche angewiesen – und zwar aus der ganzen Stadt.

Dafür gab es jetzt eine Informationsveranstaltung im Gemeindehaus der St. Johannes Kirche an der Marienstraße in Homberg. „Eine tragende Säule sind die Ehrenamtlichen“, so Schulten. Sie begleiten unheilbar schwerstkranke Menschen in ihren letzten Tagen, Wochen, Monaten oder sogar Jahren.

Momentan sind etwa 100 Ehrenamtler im Einsatz

Momentan beschäftigt das Hospiz 30 hauptamtliche Mitarbeiter, dazu kommen noch einmal rund 100 Ehrenamtliche. Das klinge zwar auf den ersten Blick viel, aber um die vielfältigen Aufgabenbereiche bewältigen zu können, sei man auf jeden Ehrenamtlichen angewiesen. Die gesamte Hospizbewegung sei ganz stark an das Ehrenamt angelehnt und auch durch viel freiwillige Arbeit entstanden.

Drei Menschen kamen zu dem Infoabend, um sich über die Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit im Hospiz zu informieren. Bei einer ähnlichen Veranstaltung in Huckingen in der vergangenen Woche waren es rund 15. Die Ehrenamtlichen können sich bei ihrer Arbeit in sieben unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern einbringen. Dabei kann der Patient im Fokus stehen, es kann aber auch sein, dass die pflegenden Angehörigen Unterstützung brauchen.

Das kann eine einfache Fahrt zum Einkaufen oder auch ein Gespräch sein. Das ist gerade im ambulanten Palliativ- und Hospizdienst der Fall, bei dem viele Ehrenamtliche mitarbeiten. Aber auch im stationären Hospiz sind Freiwillige im Einsatz, genauso wie in der Trauerbegleitung und im Kinder- und Jugendhospizdienst. Wer möchte, kann sich auch in patientenfernen Tätigkeiten, wie beim Telefondienst oder der Blumenversorgung engagieren.

Vorbereitung dauert neun Monate

Auf ihre Arbeit werden die Ehrenamtlichen in einem Kurs vorbereitet, der etwa ein Dreivierteljahr dauert. Für die Trauerarbeit oder im Kinder- und Jugendhospizdienst gibt es zusätzliche Schulungen. Der Kurs erfordere die Bereitschaft zu erfahrungsbezogenem Lernen und Selbsterfahrung, sich in einer Gruppe zu öffnen und in ihr zu lernen, und diene nur in zweiter Linie der Informationsvermittlung durch Experten. Denn auch in der Hospizarbeit muss man sich öffnen können und die Bedürfnisse der Menschen erkennen können. Jeder Mensch habe Gaben, die er in der Hospizarbeit leben könne.

Weitere Informationen

Für die ehrenamtliche Arbeit hat das Hospiz ein Ehrenamtsmanagement eingerichtet. Darum kümmert sich Sabine Beier. Sie ist telefonisch zu erreichen unter 0203 755-2016.

Mehr Informationen hält auch die Internetseite: www.malteser-straphael.de bereit.

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