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Dominik aus Rheinhausen sammelt für Schule in Santo Domingo

Feste Freunde: Dominik Maxelon und seine Schüleinnen und Schüler.

Foto: PR

Feste Freunde: Dominik Maxelon und seine Schüleinnen und Schüler. Foto: PR

Duisburg-Rheinhausen.   Dominik Maxelon aus Rheinhausen hat ein Jahr in der Dominikanischen Republik gearbeitet. Jetzt will der 19-Jährige der Schule auch weiterhin helfen.

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Ein Auslandsjahr zwischen Abitur und Studium reizt viele junge Menschen. Oft engagieren sie sich dabei in sozialen Projekten. Und zumeist lässt sie diese Erfahrung auch nach der Rückkehr nicht los. Dominik Maxelon aus Rheinhausen macht genau da weiter, wo er in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, aufgehört hat.

Dort hatte er neun Monate an einer Schule gearbeitet und den über 200 Kindern Englisch und Musik beigebracht. „Zur Auswahl standen Saxofon, Klavier, Flöte und Gitarre. Im Laufe des Jahres haben an die hundert Kinder ein Instrument gelernt“, sagt Dominik. Durch seinen Aufenthalt bestehe ein großes Interesse, den Menschen vor Ort zu helfen.

Die Schule ist viel zu voll

Ende Mai war Dominik zurück gekommen. Nun will er in Deutschland weiter Spenden für die „Café con Leche“-Schule in Santo Domingo sammeln. Die sind auch dringend nötig, meint der 19-Jährige. „Eine Klasse muss in der Sporthalle unterrichtet werden, da die Schule einfach zu voll ist. Dadurch, dass andere Klassen gleichzeitig Sport haben, herrscht eine große Geräuschkulisse.“ Das Geld soll daher für den Bau eines weiteren Klassenzimmers eingesetzt werden.

Schon während seines Aufenthalts hatte er durch die Unterstützung seiner Kirchengemeinde 1500 Euro sammeln können. „Es ist unglaublich zu sehen, wie viel man realisieren kann, wenn man Zeit, Arbeit und Leidenschaft investiert. Das ist für mich der Anstoß, auch in Deutschland etwas zu tun“, sagt Dominik.

Anfrage beim Krupp-Gymnasium

Über den VfL Rheinhausen, bei dem er vor seinem Freiwilligendienst Tischtennis spielte, habe er bereits weitere Spenden sammeln können. Aus einem Kindergarten in Wanheim seien Kleiderspenden in den Karibikstaat gebracht worden. „Ich habe auch meine alte Schule, das Krupp-Gymnasium, um Unterstützung gebeten. Nach den Ferien läuft dort vielleicht auch etwas“, sagt der engagierte 19-Jährige. Ein Pflegedienst aus Koblenz habe ebenfalls 1000 Euro zur Verfügung gestellt.

Bis zum Beginn seines Musik- und Spanischstudiums im Oktober will Dominik Maxelon durch Auftritte in Cafés und als Straßenmusiker weiter Geld sammeln. „Ich bin erst seit einigen Wochen wieder da, deswegen müssen jetzt erst einmal viele organisatorische Dinge geklärt werden“, sagt er. „Ich bin aber sehr euphorisch durch das, was in der kurzen Zeit schon alles zustande gekommen ist.“

Die Menschen liegen ihm am Herzen

Er will die Leute motivieren, nicht nur Geld zu spenden, sondern auch selbst aktiv zu werden. Das Geld fließe auf ein Spendenkonto des Vereins „Geeinte Welt“. Der stelle auch Quittungen aus, betont Dominik. „Es ist auch super, dass die mir die Geld-Angelegenheiten abnehmen, so bleibt mir mehr Zeit, die Spendenaktionen zu planen.“

Für seine Arbeit erhalte er reichlich positives Feedback. „Die Leute sind sehr interessiert, wenn ich von meinem Jahr an der Schule erzähle“, meint Dominik. „Die Arbeit hat viel Spaß gemacht und es war toll zu sehen, wie herzlich die Menschen trotz ihrer Armut sind. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen.“ Wenn die Spendenaktionen erst richtig angelaufen sind, will Dominik zurück in die Dominikanische Republik – und sehen, ob die „Café con Leche“-Schule bereits einen neuen Klassenraum bekommen hat.

>>>>>>>>> Auftritte und Konzerte <<<<<<<<

Benefiz-Auftritte hat Dominik am heutigen Samstag, 1. Juli, 18.30 Uhr, und am Sonntag, 2. Juli, 14 Uhr, im Rahmen des Pfarrfestes von St. Peter, Paulstraße 25, in Rheinhausen.

Am Sonntag, 9. Juli, spielt er um 17.45 Uhr beim Go(o)dnews-Jugendgottesdienst in Moers Kapellen, Bahnhofstraße 16.

Anfragen etwa für Spendenaktionen nimmt Dominik Maxelon unter projektcafeconleche@web.de entgegen.

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