„Decaptacon“ wird Eröffnungsband

Zum fünften Mal fand der Vorentscheid zum Rage against Racism-Festival am JZ Mühle in Friemersheim statt. 160 Gäste drängten sich im Konzertsaal und wollten live erleben, welche Band den Platz des Openers für den Samstag gewinnen würde – jeder konnte selbst darüber mit einem Stimmzettel entscheiden.

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Zum fünften Mal fand der Vorentscheid zum Rage against Racism-Festival am JZ Mühle in Friemersheim statt. 160 Gäste drängten sich im Konzertsaal und wollten live erleben, welche Band den Platz des Openers für den Samstag gewinnen würde – jeder konnte selbst darüber mit einem Stimmzettel entscheiden.

Fünf Bands waren angetreten, es gewann schließlich Decaptacon aus Castrop-Rauxel. Mit melodischem rifflastigen Power-Metal überzeugten sie die Zuhörer. George, Andy, Lennart, Johnny, Norman und Ralf spielten Songs wie „Blackened Skies“ und „Decaptacon“. „Unser Bandname geht auf einen Tranquilizer der US-Army zurück, den Soldaten vor Militärschlägen einnehmen“, erklärt Gitarrist Johnny. Obwohl als letzte Band des Abends angetreten, kocht bei ihrem Auftritt der Laden, auch, weil sie einen großen Fanclub mitgebracht haben. Einer von ihnen ist Wolfgang Dündoth (54): „Der harte Sound der Jungs ist einfach fett, und zudem noch sehr melodisch.“ Drei Gitarristen sorgen für diese schwere Gemengelage.

Aus Rheinhausen ist die Band Fall to Rise vertreten. Sie spielen Stücke ihrer EP. „Aber auch drei neue waren im Set“, verrät Sänger und Gitarrist Rene Hartig, „wir rechnen uns aber mit unserem Alternative-Rock nicht so große Chancen aus, hier zu gewinnen.“ Trotzdem: Die vier Duisburger Jungs geben alles und sind am 9. Juni beim V8-Amigos-Treffen auf dem Logport-Gelände bei Moni’s Treff am Nachmittag zu erleben. „Da werden diesmal auf einer Bühne einige Bands spielen“, so Hartig.

Eine starke Show lieferten auch Sober Truth aus Siegburg/Hennef ab. Sie spielten vertrackten Progressive-Metal deutscher Prägung. „Wir arrangieren gerne ungewöhnliche Harmonien, das ist bezeichnend für die Dichte unseres Sounds“, erzählt Sänger und Gitarrist Thorsten Schrammstein. Der 43-Jährige rief die Band 2007 ins Leben. Torsten, Jules, Sam und Adam sorgen für einen düsteren, treibenden, aber verspielten Metal, der in die Köpfe der Fans vor der Bühne steigt. Zu hören sind Titel wie „Locus-Lunatic Asylum“, „Utopia“ und „Riven“, und die Musikfans werfen ihre Haare im Takt dazu.

Auch aus dem Raum Köln stammen Tyron. Deren Sänger Paul sagt: „Wir haben uns zum vierten Mal beworben, so nahe waren wir einer Teilnahme noch nie.“ Ganz gereicht hat es leider nicht für die Band, dennoch: Weil einige Bands der Jury gut gefallen haben, sind sie so eingeladen worden. Dirk Diegler vom Orga-Team: „In diesem Jahr haben es Call of Charon auf diesem Weg geschafft.“

Das Rage against Racism-Festival findet dieses Jahr am 1. und 2. Juni rund um die Friemersheimer Mühle an der Clarenbachstraße statt. Als Headliner geplant sind Rottin Christ, Pyrogenesis, Night in Gales und Xandria. Der Eintritt ist wie immer frei, 13 Bands sind am Start.

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