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CDU will im Sanierungsgebiet Hochheide nachbessern

Auch hier sehen die Politiker Handlungsbedarf: Die Hubbrücke am Rheinpreußenhafen ist wegen Schäden gesperrt.

Auch hier sehen die Politiker Handlungsbedarf: Die Hubbrücke am Rheinpreußenhafen ist wegen Schäden gesperrt.

Foto: Lars Fröhlich

Welche Themen stehen bei den Parteien in Homberg/Ruhrort/Baerl 2018 auf der Prioritätenliste? Der Abriss der Weißen Riesen. Aber nicht nur.

Was werden die wichtigsten Themen im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl im neuen Jahr 2018? Eins vorab: Die Weiterentwicklung des Sanierungsgebietes Hochheide steht für alle Parteien im Vordergrund.

Auch Hans-Gerd Bosch, SPD-Sprecher in der Bezirksvertretung und der Grünen-Bezirksvertreter Dietmar Beckmann nennen an erster Stelle die Entkernung und den Rückbau der Hochhäuser an der Friedrich-Ebert- und Ottostraße, die Fertigstellung der beiden Ärztehäuser in Hochheide, die Weiterentwicklung des Sanierungskonzeptes durch das Quartiersmanagement und den Erhalt und die Stärkung der Ladenstadt. Bosch: „Neben den mit öffentlichen Geldern angestoßenen Maßnahmen tragen private Bauvorhaben wie der Bau des Fachmarktcenters und der Ärztehäuser zu einer positiven Entwicklung bei.“ Er rechnet 2018 mit der Fertigstellung.

Die Brücke am Rheinpreußenhafen

Daneben sei die Entwicklung des Wohngebietes Prinzen-/Charlottenstraße wichtig. Bosch: „Hier entsteht ein hochwertiges, bezahlbares Wohnquartier für Familien mit Kindern, bebaut mit Einfamilien-, Doppel- sowie Mehrfamilienhäusern. Diese Objekte sind frei wie auch öffentlich gefördert. Die ersten Einfamilienhäuser werden bereits 2018 bezugsfertig.“ Nächstes Thema: der Erhalt der Hubbrücke am Rheinpreußenhafen. „Die schwierigen, festgefahrenen Verhandlungen zum Erhalt der Brücke müssen 2018 abgeschlossen werden.“

Außerdem: „Der Schwimmstandort Homberg mit dem Kombibad wurde in 2017 mit dem Einbau eines Blockheizkraftwerks und der Sanierung des Außengeländes gestärkt. 2018 steht die Erneuerung der Wasserrutsche an. Für den Erhalt des Schwimmstandortes auf Dauer muss auch in 2018 gekämpft werden.“ Ferner nennen Bosch und Beckmann als wichtige Themen die Stärkung der Glückauf-Halle als Platz für Sport und Kultur, die weitere Umsetzung des Sanierungskonzeptes „Gute Schule 2020“ und die Sanierung der Turnhallen der Luther- sowie der Ottoschule.

Wirtschaftlich steht die Entwicklung der Gewerbegebiete Rheindeichstraße und Rheinpreußenpark im Zentrum. In Baerl wollen sich Bosch und Beckmann 2018 für die Entschärfung der Verkehrs- sowie der Parkplatzsituation im Zentrum einsetzen. Und: „2017 wurden durch den Umbau des früheren Gemeindesaales der evangelischen Kirchengemeinde Baerl neue Kindergartenplätze geschaffen.“ Der Bedarf an weiteren Kita-Plätzen sei 2018 „zu beobachten.“

Für Klaus Radny, Sprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl, ist eine völlige Neuplanung für das Hochhausgebiet in Hochheide das wichtigste Ziel im neuen Jahr: „In letzter Zeit hat sich die Planung nur noch auf die Sprengung der Hochhäuser an der Friedrich-Ebert- und Ottostraße fokussiert.“ Radny schaute sich die Förderbestimmungen im Bundesbaugesetz genau an : „Diese Fokussierung ist mit den Förderbestimmungen des Gesetzes nicht mehr vereinbar.“

Vom Ankauf und Abriss des Schwegmann-Hochhauses und des „Roten Riesen“ sowie diverser Tiefgaragen im Sanierungsgebiet Hochheide sei inzwischen gar nicht mehr die Rede. Außerdem drohten die Hochhäuser an der Husemannstraße zu verwahrlosen. Bei einem durch den Abriss entstehenden neuen Stadtpark würden infolge der Pflege nur Kosten entstehen, „Sinnvoll ist dagegen eine wirtschaftliche Nutzung des großen Geländes, etwa durch den Bau einer zentralen Filiale der Sparkasse Duisburg.“

Verzicht auf Baumfällungen

Die intakte Ladenstadt müsse dagegen aus dem Sanierungsgebiet herausgenommen werden. Radny: „Es kann auch sinnvoll sein, die Hochhäuser von je 20 auf sechs Stockwerke zu verkleinern und dann zu sanieren.“ Am 24. Januar will er in Homberg mit Landesbauministerin Ina Scharrenbach (CDU) über eine Neuplanung für das Sanierungsgebiet sprechen: „Das Konzept muss überarbeitet werden.“

„Absolute Dringlichkeit“ hat für ihn der Erhalt des Supermarkts an der Halener Straße In den Haesen: „Die Bevölkerung braucht dort eine Einkaufsmöglichkeit.“ Daher müsse die Stadt bei dem geplanten Neubauprojekt auf benachbarten, früheren Sportflächen auf die Bebauung des Parkplatzes an der Halener Straße verzichten.

Zum Schacht Gerdt sagt Radny: „Alle Hebel sollten in Bewegung gesetzt werden, um die Bebauung des Geländes als Kultur- und Freizeitzentrum sowie Gewerbepark möglich zu machen. Hier können 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.“ Zum Gewebegebiet Rheindeichstraße: „Für alle Anlieger - ob Gewerbe oder Privatleute - muss ein sicheres Brandschutzkonzept mit ausreichender Löschwasserkapazität erstellt werden.“ Weitere wichtige Themen für Radny: der Verzicht auf Fällungen alter Baumalleen wie an der Franzstraße und der Ausbau Ruhrorts als Logistikstandort.

>>>> FDP wünscht sich ein optisches Aufbruchssignal <<<<

FDP-Bezirksvertreter Thomas Rangs erwartet 2018 ebenfalls Fortschritte bei der Sanierung der „Weißen Riesen“: „Die FDP geht davon aus, dass zumindest ein Hochhaus 2018 abgerissen wird und damit auch endlich optisch ein Aufbruchssignal gesetzt wird“

Weitere wichtige Themen für Rangs: „Die Neubelebung der Fußgängerzone Augustastraße, eine vernünftige Verkehrsplanung und ein abgestimmtes Baustellenmanagement im Bezirk, die Sanierung maroder Schulen, die Anbindung an das schnelle Internet, die Gewinnung neuer Einwohner und Schaffung neuer Arbeitsplätze, vermehrte Polizeipräsenz und Erhalt der Polizeiwache in Homberg, die Sauberkeit von Grünanlagen, Erhalt und Neubau von Radwegen, der Erhalt des Bücherbusses und der Stadtteilbibliotheken, der Erhalt des Freibades Homberg

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