Nahverkehr

Bahnhof Rheinhausen braucht mehr Platz für „Park & Ride“

Der Umbau der Bahnsteige und -aufgänge am Bahnhof Rheinhausen geht weiter  flott voran  Doch bei den Stellplätzen für die „Park & Ride“-Pendler gibt es großen Handlungsbedarf.

Der Umbau der Bahnsteige und -aufgänge am Bahnhof Rheinhausen geht weiter flott voran Doch bei den Stellplätzen für die „Park & Ride“-Pendler gibt es großen Handlungsbedarf.

Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.   Kommunalpolitiker wollen umliegende Straßen am Bahnhof Rheinhausen von parkenden Pkw entlasten. Verwaltung prüft Erweiterung des vorhandenen Platzes

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Es gibt zwei Nachrichten, eine gute und eine schlechte. Die Gute: Das Park and Ride-Angebot am Bahnhof Rheinhausen wird seit Jahren bestens angenommen, hat sich inzwischen zu einem Selbstläufer entwickelt. Die Schlechte. Weil das Angebot, so gut angenommen wird, sind fast alle umliegenden Straßen zugeparkt: Das heißt nicht nur an der Windmühlen- und Behringstraße, sondern auch an der Robert-Koch- und Maiblumenstraße reihen sich werktags mit schöner Regelmäßigkeit Pkw dicht an dicht. „Viele Autofahrer sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Bahn staufrei fährt“, formuliert es der Rheinhauser Ratsherr Klaus Mönnicks (CDU).

Bezirksvertretung für Erweiterung des Parkplatzes

Der Andrang von Montag bis Freitag hat Folgen. Zu den „Nebenwirkungen“ gehört, dass die Kinder der Kita an der Maiblumenstraße nicht mehr sicher die Behringstraße überqueren können, hat Mönnicks beobachtet. Besonders der Bereich zwischen Robert-Koch-Straße und Trinkhalle isr regelmäßig zugeparkt und daher für die Kinder unübersichtlich. Es ist ein Wunder, dass an dieser Stelle noch nichts passiert ist.“

Ein anderes Problem gibt es auf der Windmühlenstraße: Die Wirtschaftsbetriebe können sie nicht regelmäßig reinigen. Mönnicks hat dem städtischen Tochterunternehmen daher eine Reinigung der Straße am Samstag vorgeschlagen, geschehen ist seitdem aber nichts.

Es gibt also Handlungsbedarf. Um die angrenzenden Straßen zu entlasten, hatte die Bezirksvertretung schon 2013 einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt, den vorhandenen Park and Ride-Parkplatz nach Westen zu erweitern. Insgesamt 78 neue Stellplätze könnten auf einem angrenzenden Gelände geschaffen werden. Dort - entlang der Windmühlenstraße bis zur Bahn-Unterführung an der Bachstraße - steht heute ein Birkenwäldchen. Die Fläche misst etwa 200 Meter Länge und 450 Meter Breite und gehört der Deutschen Bahn. Diese Fläche müsste die Stadt Duisburg erst einmal von der Bahn erwerben, dann könnte sie für diese Fläche Baurecht schaffen und einen Förderantrag beim Verkehrsverbund Rhein -Ruhr stellen, der zuständigen Bewilligungsbehörde mit Sitz in Gelsenkirchen.

Stadtverwaltung ist skeptisch

Würde dann der Förderantrag für die Erweiterung des Park and Ride-Parkplatzes bewilligt, könnte an der Windmühlenstraße gebaut werden. Doch die Stadt sieht für eine kurzfristige Lösung keine Lösung. Warum, sagt Stadtsprecherin Susanne Stölting: „Der Prüfauftrag liegt bei uns vor, wurde aber noch nicht abschließend bearbeitet. Die Kollegen im Amt für Stadtentwicklung stehen dem Vorschlag, an der Bachstraße einen zusätzlichen Parkplatz zu errichten, allerdings skeptisch gegenüber. Ein Parkplatz an der gewünschten Stelle würde nicht den Parkdruck im Nahbereich des Bahnhofs mindern. Parksuchende parken möglichst nah am Ziel und der vorgeschlagene Ort ist weiter entfernt.“ Es gäbe bereits Parkplätze am Freibad an der Bachstraße/Einmündung Windmühlenstraße, die nicht genutzt würden. Ein Parkplatz mache nur Sinn mit Parkraumbewirtschaftung im direkten Bahnhofsumfeld.

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