Natur

Attrappe soll Störche in die Friemersheimer Rheinaue locken

Diese und eine weitere Storchen-Attrappe stehtam Werthschenhof in der Friemersheimer Rheinaue.

Diese und eine weitere Storchen-Attrappe stehtam Werthschenhof in der Friemersheimer Rheinaue.

Foto: Markus Weissenfels

Rheinhausen.   Noch nistet kein echtes Storchenpaar am Werthschenhof in der Friemersheimer Rheinaue. Aber Attrappen sollen helfen, sie zum Bleiben zu bewegen

Es wäre zu schön gewesen: „Storchenpaar in Friemersheim gesichtet“, lautete der Titel einer Meldung auf dieser Seite am vergangenen Freitag, 29. März. Leser Willi Mursanow hatte der Redaktion ein Handyfoto von den Störchen im Nest in der Rheinaue am Werthschenhof gesendet. Doch zwei Tage später stellte er nach längerer Beobachtung leider fest: „Es handelt sich wohl um eine Attrappe eines Storchenpaares im Nest, denn die Störche bewegen sich nicht.“ Schade!

Aber es bleibt Hoffnung. Denn: „Wir haben die Attrappen von zwei Storchenpaaren bei uns am Werthschenhof aufgestellt, um Störche anzulocken“, sagt Jörg Moritz, Besitzer des Werthschenhofes in der Friemersheimer Rheinaue auf Nachfrage. „Das soll helfen, damit sich ein Paar wirklich in unserer Nisthilfe zum Brüten niederlässt.“ Bei dem Versuch Störche, die im Gebiet immer mal wieder auf dem Durchzug seien, anzusiedeln, arbeitet der Hof-Besitzer mit der Stadt Duisburg zusammen.

In Walsum brüten Störche seit Jahren

„2013 wurde durch die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg und den BUND Duisburg unter Hilfestellung der Stadtwerke, die den Kranwagen zum Aufrichten des Mastes gestellt haben, die Plattform in etwa acht bis zehn Metern Höhe neben einem Stallgebäude auf dem Hof der Familie Moritz installiert“, erklärt eine Sprecherin der Stadt. „Vor etwa zwei Jahren wurde auch ein Metallkorb als Nisthilfe für Störche dort angebracht, weil sich in den vorausgegangenen Jahren immer wieder Weißstörche auch in Friemersheim aufgehalten haben; ähnlich wie in Walsum, wo seit Jahren Störche, mittlerweile auch erfolgreich, brüten.“ Bislang sei die Plattform als Nisthilfe, die von den Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde bei den Gebietskontrollen immer überprüft werde, aber noch nicht von Weißstörchen angenommen worden.

Zwei Nisthilfen in Friemersheim

„Im vergangenen Jahr hat sich ein Storch das Nest aber schon einmal angeschaut und kurz darauf darin gesessen“, erinnert sich Hof-Besitzer Jörg Moritz. Er bietet den Weißstörchen nun bereits die zweite Nisthilfe in Friemersheim – neben der auf dem Lehrerhaus, die vom Freundeskreis lebendige Grafschaft dort errichtet wurde. Mit den Nest-Attrappen und einem Weidenkorb, der nun noch in dem Metallkorb am Werthschenhof befestigt werden solle – damit es für Herrn und Frau Storch etwas gemütlicher werde – hofft Familie Moritz nun, „dass vielleicht der ein oder andere Storch, der hier drüber fliegt, doch noch sieht, dass es hier nicht so schlecht ist und sich niederlässt“.

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