Freizeit

Abgesagte Geflügelschau: Das sagt die Stadt Duisburg

Dieser imposante Kerl war 2014 dabei, als der RGZV Homberg zur Rassegeflügelschau in die Glückauf-Halle geladen hatte.

Dieser imposante Kerl war 2014 dabei, als der RGZV Homberg zur Rassegeflügelschau in die Glückauf-Halle geladen hatte.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg-Homberg.  Die Stadt erklärt, warum es so kurzfristig neue Auflagen gegeben hat. Die Hobby-Züchter wundern sich über ein Telefonat mit dem Veterinäramt.

Nach der großen Enttäuschung für den Homberger Rassegeflügelzuchtverein RGZV, der wie berichtet seine Tierschau in der Glückauf-Halle absagen musste, äußert sich jetzt die Stadt. Zum Hintergrund: Am Montag hatte das Veterinäramt den Organisatoren mitgeteilt, dass es zusätzliche Auflagen gibt. Die Tiere hätten für die Teilnahme ein Gesundheitszeugnis gebraucht. Das wiederum konnte der Verein in der Kürze der Zeit nicht umsetzen.

Die Stadt begründet die Maßnahme mit den Ausbrüchen der Geflügelpest seit zwei Monaten. Das Geschehen sei sehr genau beobachtet worden und das Veterinäramt habe am Montag in Absprache mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz „milde sowie vertretbare Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen der Tierseuchenvorsorge angeordnet“. Konkret: Alle Tiere, die nicht aus Duisburg stammen, hätten „tierärztlich klinisch“ untersucht werden müssen.

Das Problem: Etwa 80 Prozent der 240 angemeldeten Hühner, Enten, Gänse und Tauben wären auswärtige Gäste gewesen. „Man kann nicht innerhalb von drei Tagen mit so vielen Tieren zum Arzt gehen“, sagt Ausstellungsleiter Marc Schaltmann. Er ärgert sich vor allem über den so plötzlichen und kurzfristigen Sinneswandel des Veterinäramtes. „Ich habe dort in der vergangene Woche telefonisch die Zusage bekommen, dass unsere Tierschau wie gewohnt stattfinden kann.“ Montagmittag sei dann völlig überraschend von derselben Amtstierärztin eine Mail gekommen, dass es nun doch weitere Auflagen gibt.

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Vielleicht kann die Stadt dem Verein als Trost ja die Glückauf-Halle 2023 mit Rabatt anbieten? Die Miete können sich die Hobbyzüchter nämlich nicht jedes Jahr leisten.

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