Aufruf

83-Jähriger sucht Ersthelfer nach Sturz am EKZ Rheinhausen

Lesedauer: 2 Minuten
Am EKZ Rheinhausen stürzte ein 83-Jähriger mit seinem Tretroller und verletzte sich am Kopf. Nun sucht er nach den Menschen, die ihm geholfen haben.

Am EKZ Rheinhausen stürzte ein 83-Jähriger mit seinem Tretroller und verletzte sich am Kopf. Nun sucht er nach den Menschen, die ihm geholfen haben.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.  Als Herbert Müller stürzte und sich verletzte, eilten ihm mehrere Menschen zur Hilfe. Der 83-Jährige sucht die Helfer und möchte sich bedanken.

Als er stürzte, dauert es nur wenige Sekunden. „Im gleichen Moment waren sofort zwei Männer da“, sagt Herbert Müller (Name geändert) aus Rheinhausen. Der 83-Jährige ist „stark beeindruckt“, so erzählt er. Was ist passiert?

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Es war am vergangenen Freitag (11. Juni), als Müller mit seinem Tretroller unterwegs war. „Ich leide an Polyneuropathie“, sagt er. Eine Krankheit, die seine Füße befallen hat. Laufen fällt ihm deshalb schwer, trotzdem will Müller sich bewegen. „Da bin ich auf die Idee gekommen, mir einen Tretroller anzuschaffen. Es heißt, sie seien sehr bewegungsintensiv.“ Gesagt, getan. Zwei Wochen lang sei er „fröhlich durch die Gegend gesaust“, es habe immer bestens funktioniert, Müller passte stets auf, nicht mit den schmalen Rädern an eine Kante zu kommen.

Rheinhauser stürzt mit Tretroller – viele Menschen eilen ihm zur Hilfe

Bis der besagte Freitagnachmittag kam. „Ich wollte zum Einkaufszentrum Rheinhausen“, sagt er. An der Straße zur Auffahrt ist er gegen eine Kante gedonnert, „die habe ich übersehen.“ Müller konnte kaum reagieren. Das liegt an seiner Krankheit. „Man verliert die Kontrolle über seinen Körper“, erklärt er. Am Boden liegend, blutete er „wie ein Schwein“ an seinem Kopf.

Hilfe ließ aber nicht lange auf sich warten: Zwei Männer waren unmittelbar nach seinem Sturz bei ihm – „einer holte aus seinem PKW den Verbandskasten, ein anderer zauberte einen Stuhl herbei, ein weiterer drückte mir eine Flasche Mineralwasser in die Hand und einer rief den Krankenwagen“, sagt Müller. Und auch sein Roller ist von einem der Helfer bei der Aldi-Filiale am EKZ untergestellt worden.

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„So viel spontane Hilfeleistung hat mich tief beeindruckt“, sagt Müller. „Da mir diese freundlichen und fürsorglichen Helfer sämtlich unbekannt blieben, nachdem ich vom Krankenwagen abgeholt wurde, möchte ich Ihnen nochmals meinen Dank und Anerkennung aussprechen.“

  • Auch wir von der Redaktion sind beeindruckt von der Geschichte. Daher möchten wir die Ersthelfer finden. Wenn Sie sich angesprochen fühlen oder jemanden von den Helfern kennen, dann lassen Sie es uns wissen. Schicken Sie uns gerne eine E-Mail an lok.rheinhausen@funkemedien.de. Gerne vermitteln wir den Kontakt zu Herrn Müller.

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