Soziales

Weihnachtsbäume helfen wieder Obdachlosen in Duisburg

Tannenbaumverkauf für Obdachlose in Duisburg

In der Duisburger Innenstadt verkauft der Verein "Gemeinsam gegen Kälte e.V." bis zum 20.Dezember Tannenbäume. Das Geld fließt in die Obdachlosenhilfe.

In der Duisburger Innenstadt verkauft der Verein "Gemeinsam gegen Kälte e.V." bis zum 20.Dezember Tannenbäume. Das Geld fließt in die Obdachlosenhilfe.

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Duisburg.   Verein „Gemeinsam gegen Kälte“ verkauft Nordmann-Tannen und Blaufichten in der Duisburger Stadtmitte. 800 Bäume finanzieren ehrenamtliche Hilfe

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Auch nach 15 Jahren ist der Weihnachtsbaumverkauf am Friedrich-Wilhelm-Platz für Kurt Schreiber noch etwas Besonderes. Nicht nur, weil diesmal der Schulchor der KGS Goldstraße Weihnachtslieder zur Eröffnung anstimmt. Oder weil „sein“ Verein „Gemeinsam gegen Kälte“ über Nordmann-Tanne und Blaufichte die Einnahmen erzielen kann, die obdachlosen Menschen das ganze Jahr über helfen. „Es dürfte uns eigentlich nicht geben“, meint der 84-jährige pensionierte Sozialarbeiter, der den Verein mitgründete.

Und meint damit – durchaus gesellschaftskritisch – die sich auch in Duisburg weiterentwickelnde Armut, die die ehrenamtliche Arbeit des Vereins immer noch notwendig macht. Leider. Denn für Schreiber ist es eine gesellschaftliche Aufgabe, diesen Menschen zu helfen. 800 Bäume wollen bis zum 20. Dezember verkauft werden, um Obdachlose mit Kleidung, Essen und oft auch medizinisch versorgen zu können.

Verkauf auch am Wochenende

Zwei Fahrzeuge finanziert der Verein und besonders einen Medi-Wagen, in dem ein Arzt und eine Krankenschwester ehrenamtlich helfen. Gegen Erkältungen aber auch Abszesse, die von Spritzen herrühren. Schreiber macht aus den Drogensüchten und den resultierenden Lebensumständen vieler Obdachloser kein Geheimnis. 8000 so genannter Kontakte hat der Verein mit Obdachlosen im Jahr, 1600 medizinische Kontakte – viele der Betroffenen kommen mehrfach.

Am Verkauf, der auf dem Platz in der Innenstadt auch samstags und sonntags stattfindet, wirken etliche Obdachlose selbst mit, netzen die Tannen ein – sogar ein Bringservice wird angeboten für ein kleines Extrageld von 3 Euro, wenn es nah ist, 5 Euro für längere Strecken. Eine Blaufichte gibt es je nach Größe für 10 bis 35 Euro, für einen beliebten Nordmann zahlt man zwischen 15 und 65 Euro. Die Bäume stammen aus dem sauerländischen Eslohe, wo sie eigens angebaut werden.

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