WAZ-Medizinforum

WAZ-Medizinforum informiert über Palliativmedizin

Dr. Jan Sebastian Balleisen (vorne), mit Malgorzata Szajkowska und Michael Huhn-Gathmann im Therapieraum der Palliativstation des Johanniter-Krankenhauses. Die drei sind auch die Referenten des WAZ-Medizinforums am Mittwoch, 27. März, um 18 Uhr. Foto:Norbert Prümen

Dr. Jan Sebastian Balleisen (vorne), mit Malgorzata Szajkowska und Michael Huhn-Gathmann im Therapieraum der Palliativstation des Johanniter-Krankenhauses. Die drei sind auch die Referenten des WAZ-Medizinforums am Mittwoch, 27. März, um 18 Uhr. Foto:Norbert Prümen

Duisburg.   Das WAZ-Medizinforum informiert: Stationäre und ambulante Palliativmedizin will Schwerstkranken die letzte Zeit so lebenswert wie möglich machen.

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Um die letzten Stunden, Tage, Wochen bei unheilbar Kranken geht es beim nächsten WAZ-Medizinforum. Darum, wie Palliativmediziner und Betreuer den Menschen helfen können. Ein schweres Thema, auch für die Angehörigen. Information und Begleitung bieten an dem Vortragsabend am Mittwoch, 27. März, ab 18 Uhr die Palliativstation des Rheinhauser Johanniter-Krankenhaus und ihr Leiter, der Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Internistische Onkologie Dr. Sebastian Balleisen, sowie der Duisburger Förderverein für Palliative Arbeit, der ambulant Patienten betreut.

„Ziel unserer palliativmedizinischen Versorgung ist die Unterstützung von Menschen, die mit einer fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung leben. Die Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität durch schmerz- und symptomlindernde Therapie soll ein erfülltes, selbstbestimmtes und beschwerdearmes Leben bis zuletzt ermöglich“, erklärt Chefarzt Dr. Balleisen. Das sind nicht nur Krebserkrankte, auch schwersterkrankte Herzpatienten, Menschen mit Parkinson oder Multipler Sklerose.

Paradebeispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Palliativklinik nimmt sich Zeit für die Patienten. Sie will dem letzten Lebensabschnitt so viel Lebenqualität wie möglich geben. „Palliativmedizin ist eine Paradebeispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit“, so Balleisen. Internisten, Psycho-Onkologen, Physiotherapeuten, Schmerzmediziner etwa arbeiten Hand in Hand. Zum ganzheitlichen Ansatz gehört auch der Blick aufs Spirituelle, auf die Seele, auf Ängste und quälende Fragen. „Oft hilft es mehr, Ängste abzubauen als Schmerzmittel zwischen Tür und Angel zu geben“, erklärt der Chefarzt. Ausdrücklich mit einbezogen in die Behandlung sind die Angehörigen. Sie finden in der Palliativstation des Johanniter-Krankenhauses z.B. auch eigene Aufenthaltsräume.

Patienten sollen wieder nach Hause können

„Unser Ziel ist es, die Patienten soweit zu stabilisieren, dass sie für die letzte Zeit wieder nach Hause können“, so der Chefarzt. Dann – und oft schon davor – steht der Förderverein für Palliative Arbeit bereit, der Betroffene wie Angehörige bei der ambulanten Palliativbetreuung begleitet und unterstützt. Michael Huhn-Gathmann, der Leitende Arzt der ambulanten Palliativ-Versorgung und Pflege-Koordinatorin Malgorzata Szajkowska werden auf dem Medizinforum ihren Verein und ihre Arbeit vorstellen. „Der bestmögliche Erhalt der Lebensqualität sowie Nähe, Zuwendung und die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen“ stehen dabei im Vordergrund, so der Verein.

Acht Ärzte und 35 Pflegekräfte kümmern sich ambulant um die Menschen, aktuell sind es 153. Seit der Gründung 2011 wurden über 1000 Patienten betreut, ausschließlich schwerstkranke Patienten. Zu 90 Prozent der Fälle gelingt es der ambulanten Versorgung, dass die Menschen auch dort sterben können, wo sie leben: zuhause.

Anmeldung unter 0201 804-8058

Zu dem WAZ-Medizinforum am Mittwoch, 27. März, um 18 Uhr im Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen können sich Betroffene und Interessierte ab sofort unter der WAZ-Servicenummer 0201 804-8058 telefonisch anmelden und sich einen der kostenfreien Plätze sichern.

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, Fragen an den Chefarzt und den Verein zu richten. Informationen zum Förderverein gibt es unter www.palliative-arbeit-duisburg.de.

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