Universität Duisburg-Essen

Was drei Studierende an Duisburg kritisieren und mögen

Faraz Kafi (links) pendelt jeden Tag von Köln nach Duisburg, Lorenz Wunder wohnt im Studentenwohnheim an der Heinrich-Lersch-Straße.

Faraz Kafi (links) pendelt jeden Tag von Köln nach Duisburg, Lorenz Wunder wohnt im Studentenwohnheim an der Heinrich-Lersch-Straße.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Drei Studierende berichten: Aleyna Cetin zog nach Mülheim statt Duisburg, Faraz Kafi bleibt in Köln, Lorenz Wunder ist unzufrieden in Duisburg.

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„Duisburg ist einfach nicht mein Ding“, sagt Aleyna Cetin. Die 20-Jährige studiert seit einem Jahr Politikwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Für das Studium verließ sie ihre Heimat Köln und zog … nicht nach Duisburg, sondern Mülheim. „Ich finde Mülheim einfach schöner und geselliger als Duisburg.“ Wie Aleyna steht der Wohnort Duisburg bei vielen UDE-Studierenden nicht hoch im Kurs.

Dabei sind die Wohnungen deutlich preiswerter als im NRW-Durchschnitt, und zurzeit kann das Studierendenwerk in der Regel jeden Bewerber mit einem der 1100 Zimmer versorgen, die es in den sieben Duisburger Studentenwohnheime gibt. Lorenz Wunder (21), ebenfalls Politik-Student aus Köln, wohnt in einem der Heime: „An sich gefällt es mir hier in Duisburg gut. Im Studentenwohnheim finde ich es nicht so toll. Hier ist es leider sehr anonym. Ich habe mir das ganz anders vorgestellt, viel belebter. Ich bin leider ein bisschen enttäuscht und darum zieh ich auch bald mit zwei Kollegen in eine WG.“

Studentenstadt Duisburg: „Mehr Nachtleben wäre cool“

Der Duisburger UDE-Campus ist auch wegen Duisburgs guter Anbindung ans Bahn- und Autobahnnetz eine Pendleruni. Politik-Student Faraz Kafi (21) fährt jeden Tag von Köln nach Duisburg. „Eine Stunde pendeln ist okay, ich bin das von der Arbeit her gewohnt. Ich kenne die Stadt noch nicht so gut und zurzeit hält mich zu viel in Köln, als dass ich umziehen möchte.“

Das Studentenleben blüht allmählich zaghaft auf. Um die Stadt für junge Akademiker attraktiver zu machen, entwickelte Duisburg Kontor etwa mit Studierenden der UDE die „StudiMap Duisburg“, eine Online-Orientierungshilfe, die neben Uni-Gebäuden auch Kultur und Freizeittipps auf einer Karte anzeigt. „Das Freizeitangebot hier ist schon groß, es gibt viele Museen und auch schöne Grünflächen. Aber mehr Nachtleben wäre cool“, meint Lorenz Wunder.

„Nachtstrolche“ und „Kneipenbachelor“ als Angebot für Studenten

Veranstaltungen wie der „Kneipenbachelor“ oder die „Nachtstrolche“, die dazu dienen, die Duisburger Kneipen und das hiesige Partyleben zu erkunden, kommen in der Zielgruppe sehr gut an, sagt Aleyna Cetin: „Ich habe bei dem ersten Kneipenbachelor letztes Jahr mitgemacht und ich muss echt sagen, dass es wirklich Spaß gemacht hat, die Stadt zu erkunden.“ Auch Faraz teilt diese Meinung, er könnte sich sogar vorstellen, seine Heimatstadt Köln zu verlassen und nach Duisburg zu ziehen, meint er schmunzelnd: „Je mehr Zeit ich hier verbringe, desto mehr gewöhne ich mich an die Stadt. Ich habe Duisburg noch nicht abgeschrieben.“

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