Unternehmensgründung

Warum ein Duisburger Start-Up Studenten Salat pflanzen lässt

Garten-Workshop mit Hochbeeten des Startups „Grome“ im Rahmen der Einführungstage des Masterstudiengangs Innopreneurship der Universität Duisburg-Essen. Im Bild (v.l.) Sarah Hennig, Devi Müller, Maik Weymanns und Hanno Weimer.

Garten-Workshop mit Hochbeeten des Startups „Grome“ im Rahmen der Einführungstage des Masterstudiengangs Innopreneurship der Universität Duisburg-Essen. Im Bild (v.l.) Sarah Hennig, Devi Müller, Maik Weymanns und Hanno Weimer.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Duisburger Start-Up „Grome” setzt auf grünes Gesundheitsmanagement und testet sein Angebot bei der Einführungswoche an der Uni Duisburg.

In der Erde wühlen, Gemüse anpflanzen und dabei andere Menschen kennenlernen: In der diesjährigen Einführungswoche gehörte dies zum Programm angehender Masterstudierenden des Studiengangs „Innopreneurship” an der Universität Duisburg-Essen. Dazu haben die Studenten an einem Pilotprojekt des Duisburger Start-ups „Grome” teilgenommen.

Im Mittelpunkt standen das gemeinsame Aufbauen und Bepflanzen von Hochbeeten, in denen Kräuter und Gemüse wachsen sollen. „Wir wollen unsere Studierenden dazu ausbilden, soziale und innovative Projekte zu entwickeln und ihnen zeigen, dass der ökologische Gedanke wichtig ist”, sagt Studiengang-Managerin Michèle Kuschel.

Duisburger Studierende entwickeln Konzepte rund um Hochbeete von „Grome”

Angeleitet werden die 22 Studenten von den Start-up Gründern Miloš Vereš, Philip Riedel und Hanno Weimer von „Grome”. „Jedes der fünf Teams aus Studierenden soll ein Hochbeet vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen erschaffen”, erklärt Weimer. Nachdem die Studenten in den vergangenen Tagen zunächst überlegt haben, womit sie die Beete bepflanzen wollen, ging es am Freitag im Innenhof eines Universitätsgebäudes an die Umsetzung und den sogenannten Pitch, also die Vorstellung der jeweiligen Konzepte, die den insgesamt fünf entstandenen Hochbeeten zugrunde liegen. Abzulesen sind die jeweiligen Konzepte auch an den Beeten selber.

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Auf die hölzerne Außenwand eines Hochbeets, das mit Schnittlauch, Mangold, Knoblauch und Ackersalat bepflanzt ist, steht in bunten Lettern „Beet der Begegnung”. Die Idee dieser Gruppe: „Das Beet soll verschiedene Generationen zusammenbringen”, erklärt Studentin Devi Müller.

Duisburger Start-up „Grome” setzt auf grünes Gesundheitsmanagement

Während die Studierenden einander durch diesen Workshop im Rahmen der Einführungswoche kennenlernen und zugleich Konzepte für die Nutzung der angebauten Pflanzen entwickeln sollen, geht es für die Macher von „Grome” darum, ihr Unternehmenskonzept unter realen Bedingungen zu testen. „Wir befinden uns momentan in einer Pilotphase, bevor wir im nächsten Jahr an den Markt gehen wollen”, so Weimer.

Dabei setzen sie auf die Verbindung von Natur und Teambuilding. „Bei Grome geht es um ein grünes Gesundheitsmanagement, bei dem Teambuilding neu gedacht wird.” Dazu gehöre, dass Workshops außerhalb geschlossener Räume durchgeführt werden sollen und so Seminarräume neu gedacht werden. Daher biete „Grome” in Zukunft Workshops für Unternehmen an, bei denen sich etwa neue Mitarbeiter bei der gemeinsamen Arbeit und Betreuung der Hochbeete besser kennenlernen können.

Unternehmen werden ein Jahr begleitet

„Unsere Projekte gehen über ein ganzes Jahr. Das beginnt im Frühjahr damit, dass wir zusammen mit den Menschen Unternehmensbeete anpflanzen, im Herbst die Produkte ernten und diese gemeinsam verarbeiten”, erklärt Weimer. Dadurch sollen die Teilnehmer auch verstehen, was hinter der Produktion von frischen Lebensmitteln stecke. Über die Saison fänden alle sechs Wochen Events statt, an denen Mitarbeiter von „Grome” gemeinsam mit den Kunden zur Erholung an den Hochbeeten gärtnern und in einem zweiten Schritt einen Workshop abhalten. „Die Workshops werden von unserer Mitgründerin und Psychologin Lisa Hohls durchgeführt und drehen sich um das Thema `Gesundheit am Arbeitsplatz´”, sagt Weimer.

Bei den Teilnehmern des Pilotprojekts scheint der Ansatz des Start-ups bereits gefruchtet zu haben, wie die 24-jährige Studentin Devi Müller verrät: „Zu Beginn des Workshops kannten wir uns alle nicht. Durch die gemeinsame Arbeit haben wir viel übereinander gelernt.”

>>>DAS STECKT HINTER DEM START-UP „GROME“

  • Das Duisburger Start-up „Grome” will im kommenden Jahr an den Markt gehen. Es wurde durch die „Impact Factory” bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee unterstützt. Bei der „Impact Factory” handelt es sich um ein Gründungslabor für Sozialunternehmer, das 2015 von der Franz Haniel & Cie. GmbH, der Social Impact gGmbH, der Beisheim Stiftung und der KfW Stiftung ins Leben gerufen wurde.
  • Bei den verwendeten Materialien setzt „Grome” auf Nachhaltigkeit. „Wir verwenden ausschließlich Biosaatgut und Biofüllstoff”, erklärt Hanno Weimer.
  • Weitere Informationen zu „Grome” unter: www.gromeharvest.wordpress.com
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