Theater

Wahnsinn: Im TaM laufen die Scheinwerfer wieder heiß

Jessica Kessler, Sabine Kühn und Gil Mehmert freuen sich auf die Uraufführung von „Wahnsinn!“, Die Bühnenproben haben gerade begonnen.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Jessica Kessler, Sabine Kühn und Gil Mehmert freuen sich auf die Uraufführung von „Wahnsinn!“, Die Bühnenproben haben gerade begonnen. Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Theater am Marientor gewinnt an Glanz zurück: „Cats“, „The Addams Family“, „Grease“ und die Uraufführung von „Wahnsinn!“ setzen Höhepunkte.

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„Cats“ acht Mal ab 12. September, „The Addams Family“ sieben Mal ab 17. Oktober, „Grease“ 13 Mal ab 3. Januar, „Wahnsinn!“ vom 21. Februar bis 29. April, zwischendurch die Aufzeichnung der ZDF-Show „Versteckte Kamera“ mit Promi-Auflauf und Auftritt von Mark Foster, die Konzerte von Maite Kelly, Max Mutzke, den Waterboys und Einstürzende Neubauten, dazu Comedy-Abende mit Paul Panzer, Ralf Schmitz und Dieter Nuhr: Der Terminkalender des Theaters am Marientor ist prallvoll.

Ausgesprochen zuversichtlich blicken TaM-Geschäftsführerin Sabine Kühn und Theaterleiter Kurt Hrubesch auch in die Zukunft, weil sie Semmel Concerts Entertainment davon überzeugen konnte, „Wahnsinn!“ in Duisburg herauszubringen. Semmel spielt in der Top-Liga der Veranstaltungsagenturen und bewirbt „Wahnsinn!“ als „das erste Party-Schlager-Musical der Welt“. Ein hochprofessionelles Team setzt das Projekt rund um die Wolfgang-Petry-Hits um. Komponist Martin Lingnau, Autor Heiko Wohlgemuth und Regisseur Gil Mehmert, die bereits „Das Wunder von Bern“ auf die Musical-Bühne gebracht haben, bilden das Erfolgsteam.

Eine Geschichte rund um bekannte Hits

Als Juke-Box-Show erzählt Wahnsinn!“ nicht die Lebensgeschichte von Wolfgang Petry aus Köln-Raderthal, sondern es wurde wie etwa bei „Abba“ oder „We Will Rock You“ eine Geschichte rund um bekannte Hits entwickelt. Die spielt in diesem Fall im Ruhrgebiet und auf Mallorca – nein, nicht am Ballermann, sondern in einem echten Urlaub. „Es geht um den Kosmos, der in den Songs erzählt wird“, sagt Gil Mehmert, der mit Erfahrungen in Oper und Operette schließlich zum Musical gekommen ist, aber auch die Eröffnungsshow und das Finale des Kulturhauptstadtjahrs Ruhr 2010 inszeniert hat. Außerdem kennt er sich im Ruhrgebiet aus, weil er als Professor an der Folkwang-Universität Musical lehrt. „Ich freue mich, wenn ich etwas für die Region tun kann“, sagt Mehmert mit Blick auf die Uraufführung in Duisburg. Als Regisseur interessiere es ihn, ständig in neue Welten einzudringen. Jetzt habe er entdeckt, wie „unglaublich authentisch, direkt aus der Seele“ die Petry-Lieder seien. „Pur und direkt, unverstellt und unverschnörkelt“ wie auch die Seele des Ruhrgebiets.

Der Kosmos von "Wahnsinn!"

Den Kosmos bildet bei „Wahnsinn!“ das Auf und Ab von Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen vier ganz unterschiedliche Paare. Mit Jessica Kessler ist eine Hauptdarstellerin ein Ruhrgebietskind. Sie spielt Gabi, die Frau in einem Ruhrgebietspaar, das sich oft käbbelt, vor allem wegen des Sohns, „aber wir lieben uns“. Nach den ersten Probentagen im TaM ist sie davon überzeugt, das „Wahnsinn!“ ein Hit wird. „Das ist süß erzählt, nie langweilig und wunderschön in die Musik eingebettet – das wird Wahnsinn.“

Dass sie auf den Musical-Bühnen gelandet ist, liegt übrigens an „Les Misérables“. Jessica Kessler: „Als ich das als Jugendliche im TaM gesehen habe, war es immer mein Traum, mal auf dieser Bühne zu spielen.“ Dieser Traum ging bei „Mozart“ in Erfüllung. Jetzt geht er mit „Wahnsinn!“ weiter – sogar in heimischer Reviersprache.

Zwei Generalproben von „Boybands Forever“

Mit „Boybands Forever“ kommt am 28. und 30. September eine weitere neue Produktion – als öffentliche Generalproben vor der Uraufführung in München, „aber unter echten Showbedingungen“, so Kurt Hrubesch. Karten ab 17 Euro.


Die Show ist eine Zeitreise in über 40 Hits – von Take That bis zu den Backstreet Boys.

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