Vor 50 Jahre waren die Jungen unter sich

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Hochfeld. Vor einem halben Jahrhundert, 1966, erhielten 20 Schüler des Mercator-Gymnasiums ihr Abitur – die meisten trafen ich nun, um das Jubiläum zu feiern.

Abschlussprüfung vergeigt

Mit der Anstecknadel im Revers, in Form eines Loxodromes, treffen sich zwölf der sechzehn verbliebenen Klassenkameraden – „eine Auszeichnung des Gymnasiums, die die Meridian-Berechnung von Gerhard Mercator symbolisiert“, erklärt Rolf Budinger und deutet auf die Nadel. Für den 70-Jährigen sind die traditionellen Treffen mit den alten Kumpanen immer wieder etwas Besonderes. „Das ist lebendige Nostalgie“, meint Budinger. Man treffe sich alle fünf Jahre und nie gebe es Anlaufschwierigkeiten, wenn man sich nach so langer Zeit wiedersieht. „Die neun Jahre in der Jugend haben uns zusammen geprägt, wir haben uns immer etwas zu erzählen“, sagt der geborene Duisburger.

Vor 50 Jahren war das Mercator-Gymnasium eine reine Jungenschule, im Unterricht wurden Bücher und noch mehr Bücher gewälzt. „Frontalunterricht“, nennt Budinger die Lernweise. „Gruppenarbeiten gab’s höchstens bei Sport, Internet oder andere Medien hatten wir ja nicht. Nur Bücher“, erinnert sich der Jubilar. Mathematik hätte er am liebsten abgewählt, aber das durften sie nicht. „Mein Lieblingsfach war Deutsch. Da habe ich allerdings die Abschlussprüfung mit einer Fünf richtig in den Boden gesetzt“, gibt Budinger zu. Mit der mündlichen Prüfung hat’s dann aber doch noch für das Abitur gereicht.

Ab der Zeugnisübergabe verabredeten sich die Männer immer regelmäßig zu Treffen. Anfangs öfter, mit der Zeit nur noch alle fünf Jahre. „Die meisten sind ja weggezogen – viele Richtung Niederrhein, noch mehr nach Süddeutschland.“ Inzwischen verbinden sie die Klassentreffen immer mit dem Mercator-Treff. Dort versammeln sich jeden zweiten Sonntag im November alle Ex- und aktuellen Schüler des Gymnasiums. „Wir planen solange die Treffen, solange es möglich ist“, sagt Rolf Budinger, 1966er-Abiturient.

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