ÖPNV in Duisburg

Vier-Stunden-Ticket: Duisburgerin ärgert sich über den VRR

Doris Menkhaus aus Duisburg-Hochheide fährt regelmäßig mit dem Bus nach Moers.

Doris Menkhaus aus Duisburg-Hochheide fährt regelmäßig mit dem Bus nach Moers.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Schnäppchenkarte heißt seit einigen Monaten Vier-Stunden-Ticket. Nicht nur der Name hat sich geändert. Warum das einige Duisburger ärgert.

Doris Menkhaus ist begeisterte Busfahrerin. Vom Hochheider Markt fährt die Duisburgerin etwa regelmäßig bis Schwafheim, um dort ihre Enkelin abzuholen. Bis Januar 2019 hat sie dazu die Schnäppchenkarte genutzt. Für 4,20 Euro konnte sie vier Stunden lang zwischen Duisburg und Moers hin- und her-, kreuz und quer fahren. Seit Anfang des Jahres hat die Karte einen anderen Namen, kostet immer noch 4,20 Euro, heißt aber Vier-Stunden-Ticket. Doch nicht nur das hat sich geändert, wie Doris Menkhaus nun zu ihrem Ärger feststellen musste.

Als sie neulich wieder mit dem Vier-Stunden-Ticket und dem Bus der Linie 911 nach Schwafheim fahren will, bekommt sie vom Busfahrer ein klares Veto. Stattdessen muss sie ein Einzelticket ziehen – für 2,80 Euro und nur für eine Fahrt. „Das ist schon ein großer Unterschied“, sagt die Frau aus Hochheide.

Verschlechterung für einige ÖPNV-Nutzer in Duisburg

Die Redaktion fragt beim zuständigen Verkehrsverbund (VRR) nach und erfährt, dass die Vier-Stunden-Karte seit Januar 2019 tatsächlich nicht mehr nach dem Zwei-Waben-Prinzip in Duisburg und Moers genutzt werden kann. Eine klare Verschlechterung also für regelmäßige ÖPNV-Nutzer wie Doris Menkhaus.

Die vor allem am Niederrhein bekannte Schnäppchenkarte ist laut eines VRR-Sprechers ebenso wie das vergleichbare CIty-O-Ticket in Oberhausen einige Jahre lang in einem Pilotprojekt zum Einsatz gekommen. Daraus sei dann das verbundeinheitliche Vier-Stunden-Ticket entstanden.

„Wir haben es fast auf das gesamte VRR-Gebiet ausgeweitet“, erklärt der Sprecher. Nur in den fünf großen sogenannten A3-Städten Düsseldorf, Wuppertal, Dortmund, Bochum und Essen mit ohnehin schon gutem ÖPNV-Angebot, so der VRR-Sprecher, könne das Ticket nicht genutzt werden. Deshalb sei eine stadtübergreifende Nutzung aus Kostengründen nicht mehr möglich.

In einem VRR-Tarifgebiet der Preisstufen A1 und A2 oder in ganz Duisburg

ÖPNV-Nutzer können damit zwischen 9 und 3 Uhr des Folgetages vier Stunden lang in einem VRR-Tarifgebiet der Preisstufen A1 und A2 oder in ganz Duisburg fahren. Samstags, sonn-und feiertags gilt das Ticket ganztägig ab Entwertung für vier Stunden.

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