Umwelt

Viele Ideen für eine gesündere Lebensweise in Duisburg

Maria-Luise Scholz erklärt den jungen Besuchern des Umweltmarktes in der Duisburger Innenstadt die Naturwerkstatt on Tour.

Maria-Luise Scholz erklärt den jungen Besuchern des Umweltmarktes in der Duisburger Innenstadt die Naturwerkstatt on Tour.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Beim Umweltmarkt warben viele Aussteller und Umwelt-Initiativen für mehr Nachhaltigkeit. Bürger und Experten sprachen u.a. über Wasserschäden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eine begehbare Holzbrücke über ein Sandbett, daneben aufgeschüttetes Rindenmulch neben farbenfrohen Beeten und Sitzbänke, die die Besucher zum Verweilen einladen – der Stand vom Umwelt- und Ökomarkt-Veranstalter, dem Amt für Umwelt und Grün, zog die Blicke auf sich. Am Samstag war die City wieder voll von Ausstellern und Umwelt-Initiativen, die reichlich Ideen und Vorschläge für eine gesündere und bewusste Lebensweise hatten. Das übergeordnete Thema war allerdings „Wasser in der Stadt“. Dazu spendierte die Natur passenderweise ein paar Tropfen am ansonsten trockenen und warmen Samstagmittag.

Verbesserungspläne für Bachläufe

Udo Peters, vom Amt für Umwelt und Grün, informierte die Besucher über Verbesserungspläne für Bachläufe. Wie dem Haubach in Rahm: „Der Bach verläuft nur geradeaus, hat kleine Abstürze und Gitter, vor denen sich Treibholz und Laub staut“, berichtet Peters. Es käme zu wenig Sauerstoff ins Wasser, Lebewesen könnten sich nicht ansiedeln. „Deshalb hat die Wasserbehörde den Bau eines neuen Flussbettes genehmigt.“ Dieses sei ökologisch wertvoller, durch eingebaute Kurven und ohne die kleinen Wasserfälle, die es Fischen leichter mache, dort zu leben. Auch der Dickelsbach und möglicherweise der Rahmer Bach könnten in Zukunft durch die Wirtschaftsbetriebe umweltbewusster hergerichtet werden.

Schäden von Starkregen häufen sich

Zwischen den Ausstellern auf der Königstraße schlendert Matthias Rettmann entlang. Der 48-Jährige ist spontan in der City. Als er am Stand der Bürgerinitiative Hochwasser-Kompetenz-Centrum (HKC) vorbeigeht, ist er sofort interessiert: „Vor ein paar Jahren ist der Keller meines Nachbarn abgesoffen. Ich will nicht, dass mir das passiert.“ Vom HKC informiert Thomas Kahlix über Schutz vor Wasserschäden. „In den letzten Jahren haben sich die Schäden von Starkregen gegenüber den Hochwasserschäden gehäuft“, erklärt er. Auf www.hochwasser.com könne man zunächst selbst einen Fragebogen ausfüllen, der das Risiko für Schäden berechnet. „Dann kann man sich überlegen, was man unternehmen kann. Am simpelsten sind immer Rückstau-Sicherungen, damit der Keller nicht überläuft“, so Kahlix. Matthias Rettmann bleibt am Stand und hört gespannt zu. Ob und wie viel ihm so eine Rückstau-Sicherung wert ist, wisse er noch nicht.

„Die Schnauze voll vom Wegwerfwahn“

In der Nähe des Life-Saver-Brunnens, erinnert nur noch der Brunnen selbst, an das Thema Wasser. Bei „Schnitzel-is-out“ oder „food-sharing“ geht’s ums Essen. Auberginen, Brötchen oder Sellerie, die möglicherweise den Supermarkt-Ansprüchen nicht mehr genügen, liegen bei „foodsharing“ wieder zum Abgreifen bereit. „Bevor das alles weggeschmissen wird, schnapp ich mir doch was davon“, sagt Jasmin Tramczyk. Die Studentin hat „die Schnauze voll von dem ganzen Wegwerfwahn“ und unterstützt solche Organisationen und Projekte, die dagegenhalten. Jeder solle sich mal hinterfragen, wie viel er wirklich benötige und wie man Dinge, die man nicht mehr braucht, weiterverwerten kann, so die junge Frau.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben