Weihnachtsgeschäft

Viele Duisburger haben Geschenke schon gekauft

Schon am Samstagvormittag zog es viele Duisburger in die City, um über den Weihnachtsmarkt zu schlendern oder die ersten Geschenke zu besorgen.

Foto: Herbert Höltgen

Schon am Samstagvormittag zog es viele Duisburger in die City, um über den Weihnachtsmarkt zu schlendern oder die ersten Geschenke zu besorgen. Foto: Herbert Höltgen

Duisburg.   Das erste Adventswochenende hat am Samstag unzählige Geschenke-Shopper in die Duisburger Innenstadt gelockt.

Schon am Samstagvormittag geht es auf der Königsstraße in der City eher schleppend voran: Gegen 12 Uhr strömen die ersten Kauffreudigen mit vollgepackten Tüten aus dem Forum und steuern daraufhin die nächsten Geschäfte an: Es ist das erste Adventswochenende, das am Samstag unzählige Geschenke-Shopper in die Innenstadt lockt.

Silke Kretschmer lässt sich von dem weihnachtlichen Einkaufsstress nicht anstecken, als sie gemütlich mit Sohn Tom über den Weihnachtsmarkt schlendert. „Wir sind eigentlich ganz gut aufgestellt und haben schon recht viel zusammen“, erzählt die Hombergerin. Neben Spielsachen, Parfüm und Kleidung fehlen jetzt nur noch einige Haushaltswaren als Präsent. Beschenkt werden in der Familie die Großeltern und natürlich auch die Kinder. Zum Weihnachtsfest hat Tom einen ganz besonderen Wunsch: „Ich möchte ein neues Kett-Car haben“, sagt der Siebenjährige stolz. „Aber auf meine Liste passt nichts mehr drauf.“ Und Silke Kretschmer ergänzt: „Die Wunschliste wird von Tag zu Tag länger.“

Jetzt beginnt die ertragsreichste Zeit

Einige Meter weiter lassen sich Kunden in der Buchhandlung Scheuermann am Sonnenwall von den Neuerscheinungen inspirieren. Hier läuft das erste Adventswochenende gerade an, sagt Inhaberin Elisabeth Evertz. „Bis jetzt ist es ganz gut. Der November war in diesem Jahr etwas schwächer, so dass wir nun schauen müssen, dass sich das wieder ausgleicht.“ Dem blickt die Buchhändlerin aber optimistisch entgegen: Das Weihnachtsgeschäft sei immer die ertragreichste Zeit des Jahres. Besonders beliebt bei den Kunden sind derzeit „Tonieboxen“, ein spezielles Audiosystem fürs Kinderzimmer, das im Onlineshop schon nicht mehr lieferbar ist. „Ansonsten kommt alles gut an, was zum Beispiel auf der Buchmesse vorgestellt wurde oder Preise bekommen hat“, weiß Elisabeth Evertz.

Besonders gefragt sind Nischendüfte

Auch in der Stadtparfümerie Figge am Sonnenwall macht sich das Weihnachtsgeschäft langsam bemerkbar. „In der letzten Woche war richtig viel los – das lag wahrscheinlich am Black Friday“, vermutet Mitarbeiterin Esen Cinar. Besonders gefragt sind bei den Kunden Nischendüfte, die nicht in jeder Parfümerie erhältlich sind. „Da geben die Leute immer um die 100 Euro für aus“, schätzt Esen Cinar.

Mit ihren Weihnachtseinkäufen ist Kristina Bergelt schon fast durch, als sie mit voller Tüte aus dem Forum kommt – nur noch für den Vater muss die Neudorferin etwas besorgen. „Er wohnt aber sowieso woanders, deshalb gehe ich das schön langsam an“, sagt sie. Einen Wunsch zu Heiligabend hat Kristina Bergelt selbst noch nicht: „Mein Mann und ich schenken uns immer etwas zusammen – zum Beispiel eine neue Waschmaschine.“

Weihnachtsmarkt ist bis 22 Uhr geöffnet

Wer noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk ist, kann sich auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt inspirieren lassen. Geöffnet hat dieser am Wochenende bis 22 Uhr.

A m dritten Adventssonntag (17. Dezember) bleiben auch die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet, die im unmittelbaren räumlichen Bezug zum Weihnachtsmarkt stehen.

>>EINZELHANDEL MIT START ZUFRIEDEN

Der Duisburger Einzelhandel ist mit dem Start ins wichtige Weihnachtsgeschäft ziemlich zufrieden. 55 Prozent der bei einer Online-Umfrage des Einzelhandelsverbandes befragten Betriebe gaben nach Kassenschluss am Samstag an, sie hätten den gleichen Umsatz wie im letzten Jahr oder sogar einen höheren erzielt. Es habe am ersten Adventssamstag insgesamt eine gute Kundenfrequenz gegeben.

Wie schon in den vergangenen Jahren gilt der erste Samstag der Adventszeit als Familientag, an dem die zentralen Geschenke noch nicht gekauft werden, dafür aber auch noch keine Hektik herrscht. Gleichwohl sei festzustellen gewesen, erläuterte Wilhelm Bommann vom regionalen Einzelhandelsverband, dass vor allem Spielwaren, Bücher, Glas- und Porzellanwaren oder auch warme Pullover schon ziemlich gut über die Theken gingen.

Während in den Stadtteilen vor allem am Vormittag die Mitarbeiter der Geschäfte gut zu tun hatten, spielte sich der Weihnachtseinkauf in der Innenstadt vor allem vom späten Vormittag bis in den Abend ab. Seitens der Einzelhändler hoffe man nun, dass man den Konsum-Schwung des ersten Vorweihnachtswochenendes mit in die kommende Woche nehmen könne.

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