Uni-Projekt: Fit mit 50-plus

Mehr Sport, gesünderes Essen, besserer Schlaf: Gute Vorsätze zum neuen Jahr, die Duisburger nun mithilfe der Wissenschaft umsetzen können. An der Universität entwickelt ein Forscherteam eine App, die ihren Anwendern einen auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Weg zu einem gesunden Lebensstil und mehr Wohlbefinden weisen soll. Für Befragungen und Gruppen-Diskussionen werden Teilnehmer gesucht. Einzige Bedingung: Sie müssen zwischen 50 und 65 Jahre alt sein.

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Mehr Sport, gesünderes Essen, besserer Schlaf: Gute Vorsätze zum neuen Jahr, die Duisburger nun mithilfe der Wissenschaft umsetzen können. An der Universität entwickelt ein Forscherteam eine App, die ihren Anwendern einen auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Weg zu einem gesunden Lebensstil und mehr Wohlbefinden weisen soll. Für Befragungen und Gruppen-Diskussionen werden Teilnehmer gesucht. Einzige Bedingung: Sie müssen zwischen 50 und 65 Jahre alt sein.

„PAnalytics“ steht für: Personal Analytics – gemeint ist die Selbstanalyse als Grundlage für die Verbesserung der Gesundheit. Technische Helfer dafür gibt’s bereits: Als Smartphone-App oder Uhr am Handgelenk, die auch Schritte zählt, Blutdruck und Herzschlag misst, oder sogenannte „intelligente Waagen“.

Im sechsköpfiges Forscherteam um die Informatikerin und Psychologin Dr. Aysegül Dogangün arbeiten seit zwei Jahren auch Gesundheits- und Kognitionswissenschaftler sowie ein Elektrotechniker an einem ganzheitlichen, wissenschaftlich fundierten Ansatz, der den Nutzer nicht mit seiner Datensammlung allein lässt. Das Ziel sei nicht eine weitere Fitness-App, betont Dogangün: „Unser Thema ist Gesundheitsmontoring bei der Zielgruppe 50-plus.“

Rund 550 Teilnehmer haben die Forscher bereits beteiligt an der Entwicklung, die vom Bundes-Forschungsministerium mit 2,8 Mio Euro über fünf Jahre gefördert wird. „Wir wollen schließlich nichts entwickeln, was die Leute nicht wollen“, sagt Katja Herrmanny. Was wünschen die Menschen? Bewegung, Ernährung, Regeneration, Naturkontakt und, durchaus überraschend auch geistige Fitness waren die Bereiche, in denen sich die Zielgruppe „Intervention“ durch die App wünscht. Das Ziel: Bewegung als Routine in ihren Alltag einzubauen. Keine leichte Übung für Sofa-Kartoffeln: „Das dauert im Schnitt 66 Tage“, zitiert Dogangün psychologische Untersuchungen. Ob eher ein Avatar für die persönliche Ansprache gewünscht ist, wo Unterstützung hilfreich ist, das waren ebenso Themen wie der Umgang mit den eigenen Daten. Ein sensibles Thema. Viele der Befragten bewegten sich zwar unbefangen in Internet-Netzwerken, nutzen auch Payback-Karten und Navigationsgeräte im Auto, seien aber bei der Übermittlung von Bewegungs- und Fitness-Daten sehr zurückhaltend. Für Dr . Aysegül Dogangün heißt das: „Wir sollten die Entscheidung über seine Daten dem Nutzer überlassen.“

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