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UDE-Physiker schickt Experiment in die Schwerelosigkeit

Dr. Jens Teiser (rechts) und seine Kollegen vom ZARM nach der Landung vor der Crew-Kapsel.

Foto: UDE

Dr. Jens Teiser (rechts) und seine Kollegen vom ZARM nach der Landung vor der Crew-Kapsel. Foto: UDE

Duisburg.   Zentrum für Luft- und Raumfahrt schickte Projekt eines UDE-Astrophysikers ins All. Geforscht wird damit zur Planetenentstehung.

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Als kürzlich die Rakete „New Shepard“ von der Startrampe im amerikanischen Van Horn losflog, jubelten die Physiker der Universität Duisburg-Essen (UDE). Der Grund: Ihr Experiment war mit an Bord. Ausgewählt für die exklusive Forschung in der Schwerelosigkeit hatte es das Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR).

Es waren aufregende Tage für Dr. Jens Teiser. Der Astrophysiker hatte eine Vakuumkammer, einen Laser, eine Kamera und eine Steuerung in Miniaturformat mit auf den Flug ins All geschickt und drückte am Boden die Daumen. Mit seinem Experiment will der UDE-Forscher zeigen, wie kleine Partikel während der Planetenentstehung vom inneren ins äußere Sonnensystem transportiert werden.

Partikel durch Laser erwärmt

„Die Partikel werden durch Licht, in unserem Fall durch den Laser erwärmt, ihre Schattenseite bleibt dabei kühler. Durch Impuls-Übertrag mit umgebenen Gasmolekülen entsteht so eine Kraft, die die Partikel von der Sonne weg beschleunigt.“ Diese Beschleunigung kann nur während der Schwerelosigkeit mit einer Kamera beobachtet werden. An Bord der „New Shepard“ gelang das für drei Minuten. „Das Experiment hat technisch prima funktioniert“, freut sich Teiser nach seiner Rückkehr aus Texas.

Zufrieden waren auch die Projektpartner, das Zentrum für angewandte Raumfahrt und Mikrogravitation (ZARM) und die Universitäten Magdeburg und Bayreuth, die sich jeweils mit einem Experiment beteiligten. Dass der Suborbitalflug lange unter keinem guten Stern stand, weil der erste Fluganbieter Pleite ging und sich die Raketenentwicklung unter dem neuen Anbieter Blue Origin verzögerte, war nach erfolgreicher Landung fast vergessen. „Zurück an der UDE geht es jetzt an die Datenauswertung“, so Teiser.

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