Jugend forscht

"Jugend forscht"-Tüftler erforschen Geheimnisse

Florian Boh und Annalena Maurer nahmen das Wasser im Delfinarium unter die Lupe.

Foto: Udo Milbret

Florian Boh und Annalena Maurer nahmen das Wasser im Delfinarium unter die Lupe. Foto: Udo Milbret

Duisburg.   Beim Regional-Wettbewerb „Jugend forscht“ haben junge Menschen 37 Projekte in Duisburg mit verblüffenden Ideen und Erkenntnissen vorgestellt.

Verblüffende Denkansätze, innovative Themen und Lösungen auf ungestellte Fragen: Beim Regional-Wettbewerb „Jugend forscht“ können junge Nachwuchstüftler in Kategorien wie Physik, Biologie und Informatik Neues entdecken. 37 Projekte haben junge Menschen in diesem Jahr im Bildungszentrum von Thyssen-Krupp in Bruckhausen vorgestellt. Elf Projektideen stammen aus Duisburger Köpfen. Das Preisgeld von 150 Euro spielt für die meisten keine Rolle – sie machen aus Leidenschaft zur Forschung mit und erhoffen sich Kontakte.

Der Fantasie der Teilnehmer waren keine Grenzen gesetzt. „Angesichts der Fülle der eingereichten Arbeit zeigt sich auch in diesem Jahr wieder: Die Motivation ist sehr hoch“, fasst Wettbewerbsleiterin Claudia Lilie zusammen. „Es sind viele interessante Themen dabei“, sagt sie weiter. Unter anderem geht es um Abbauprodukte und die genetische Einordnung von deren Bakterien. Außerdem gehen die insgesamt 73 Jung-Forscher Fragen aus der Humanmedizin nach und behandeln biochemische Prozesse bei Bakterien.

Mehrere Monate Arbeit

Cihat Karadag (18) vom Mannesmann-Gymnasium wollte untersuchen, ob sich Lebensmittelreste als Bio-Kunststoffe eignen. „Dabei habe ich zwei optimale Kunststoffe herstellen können: Bio-Kunstoff aus Bananenschalen und einen aus Kürbis, der thermoplastische Eigenschaften hat“, erklärt er. Etwa sechs Monate nahm er sich für seine Forschungsarbeit Zeit. Die jeweiligen Bio-Kunststoffe hatte er dann über eine längere Zeit nach ihrem Aussehen, ihrer Elastizität und ihrem Verhalten bei Hitze überprüft.

Annalena Maurer (18) und Florian Bohn (20) vom Friedrich-Albert-Lange Berufskolleg haben sich mit der Wasserqualität im Delfinarium des Duisburger Zoos beschäftigt. An ihrem Stand stellen sie ihre Erkenntnisse vor. Und die sind verblüffend: „Die Wasserqualität ist wirklich sehr gut“, sagt Annalena Maurer. Die beiden angehenden Umweltschutztechniker-Assistenten haben die Qualität mit der des Meerwassers verglichen. „Wir haben alles genau ausgewertet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Qualitäten sich entsprechen“, so Maurer weiter.

Spaß an der Forschung

Eine leichte Abweichung habe es nur gegeben, weil Nahrungsreste in dem Zoo-Becken sich nicht so weit verteilen können. „Es ist ja deutlich kleiner als der Ozean“, so Maurer. Wie bei vielen anderen Teilnehmern geht es auch den beiden Wasserforschern nicht vorrangig darum, den Wettbewerb zu gewinnen. „Uns ist viel wichtiger nachzuweisen, wie es um das Wasser im Delfinbecken bestellt ist, da es ja oft Kritik von Tierschützern gibt“, so Bohn. „Außerdem macht es einfach Spaß zu forschen und bei der Arbeit Kontakte zu knüpfen und andere Forscher kennenzulernen.“

Zwei Duisburger sind eine Runde weiter 

Eine Jury bewertete die Projekte und vergab Geld- und Sachpreise an die besten der insgesamt sieben Kategorien.

Alexander Lüthe aus Duisburg holte in der Kategorie Biologie den ersten Platz. Jasmin Winz wurde erste im Bereich Mathematik/Informatik. Beide qualifizierten sich somit für die nächste Runde. Der Landeswettbewerb ist Anfang April.

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