Freibad

Trotz Corona: Entspannter Badespaß in Duisburger Freibad

Michael nutzt am Samstag die kalte Dusche im Freibad Großenbaum in Duisburg, um sich abzukühlen. Es sind wegen der Coronakrise nur 300 Badegäste erlaubt, von denen aber nur 60 auf dem Gelände sind.

Michael nutzt am Samstag die kalte Dusche im Freibad Großenbaum in Duisburg, um sich abzukühlen. Es sind wegen der Coronakrise nur 300 Badegäste erlaubt, von denen aber nur 60 auf dem Gelände sind.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Kurz vor Ferienende sorgt das sommerliche Wetter im Freibad in Duisburg für großen Andrang. So lief die Saison unter Coronabedingungen bisher.

Am bisher heißesten Tag des Jahres kam nicht jeder badewillige Gast sofort ins Freibad Großenbaum, am Samstag ist der Andrang in Duisburg überschaubarer. Auf der Wiese oberhalb des Strandbereichs haben sich hauptsächlich Familien auf bunten Decken niedergelassen und versuchen die wenigen Sonnenstrahlen zu erhaschen, die es durch die dichte Wolkendecke schaffen.

Ruhig geht es auch auf dem Großenbaumer See zu. Kinder planschen im abgesperrten Nichtschwimmerbereich oder schwimmen um die gesperrte Wasserrutsche, die nach wie vor mit Flatterband abgehängt ist. Auch der grün-gelbe Eisberg, auf dem sich sonst Kinder austoben können, ist gesperrt.

„Am heißesten Tag des Jahres mussten einige Gäste warten“

„Im Vergleich zu Freitag ist es heute sehr ruhig“, ordnet Kim Samonte das Aufkommen ein. „Am bislang heißesten Tag des Jahres mussten einige unserer Gäste sogar warten“, so die 34-Jährige, die im Beirat des Trägervereins sitzt, der das Freibad betreibt.

Wegen Corona werde ein Großteil der Tickets online verkauft, Gäste an der Tageskasse gehen dann leer aus. „Besonders ärgerlich ist es für Menschen an der Tageskasse, wenn Besitzer trotz Online-Ticket nicht kommen“, sagt die 34-Jährige. Ein Problem, das am schwülwarmen Samstag nicht aufkommt.

Unter den Gästen ist Stefan aus Nijmegen, der mit seiner Frau und den Kindern den Tag im Duisburger Freibad verbringt. „Das Schwimmbad ist sehr sauber und das Flair ist sehr angenehm“, sagt der 57-Jährige und ergänzt: „Besonders gut finde ich, dass so viele Leute hier Mundschutz tragen“. Dabei ist das keine Pflicht, wie Kim Samonte erklärt: „Da wir ein Freibad sind, müssen die Gäste nur in den geschlossenen Räumen Mundschutz tragen. Dennoch empfehlen wir das Tragen auch im Kassen- und Gastrobereich.“

Schlechtes Wetter nutzt der Verein für Umgestaltungen

Unterhalb des Gastrobereichs hat sich auf dem fast weißen Sandstrand, der den See von der Liegewiese trennt, Claire Birke mit ihrer Freundin Lisa Roller auf einer Decke niedergelassen. Während Sohn Luis im Sand spielt, genießen die Wanheimerorterinnen das warme Wetter. Die 24-jährige Birke war – wie so oft - auch am Freitag hier. „Obwohl es sehr voll war, haben sich die Menschen an die Abstände gehalten“, berichtet sie. „Im Vergleich zu Vor-Corona-Zeit hat sich aber auch nicht viel geändert, außer dass man im oberen Bereich Mundschutz tragen soll“, ergänzt Lisa Roller.

Geändert hat sich aber das Angebot: Es gibt jetzt kostenfreie, blau-weiße Liegen am Wasser: „So können sich die Gäste fühlen, als lägen sie in Italien oder Spanien am Strand“, sagt Samonte.

Der Trägerverein hat die Schlechtwetterphase im Juni genutzt, um das Freibad aufzuhübschen. „Wir haben zusammen mit dem Beachclub und der Kampfsportschule Büsche entfernt, den Gastrobereich umgestaltet und neue Sitzgelegenheiten geschaffen“, sagt Samonte, die neben ihrem Engagement im Verein, seit einem Jahr auf dem Gelände des Schwimmbads die Kampfsportschule betreibt.

Freibad erlebt coronabedingte Umsatzeinbußen besonders an heißen Tagen

Eine Woche vor dem Ferienende blickt Frank Skrube - seit vergangenem Jahr Vorsitzender des Trägervereins – auf die Saison: „Verglichen mit der Vorsaison, lief es bei weitem nicht so gut.“ Die Hauptursache: „An den guten Tagen konnten wir wegen der coronabedingten Begrenzungen etwa 1000 Gäste weniger reinlassen.“ Dabei seien für das Freibad gerade die warmen Tage entscheidend, da an diesen rund 90 Prozent des gesamten Umsatzes gemacht werde. „Wir haben aber schon vor der Öffnung im Juni damit gerechnet, dass es so kommen wird“, so der Vorsitzende. Das Freibad trotzdem zu öffnen, sei dem Verein dennoch wichtig gewesen: „Im Vordergrund steht, dass wir den Duisburgern ein bisschen Abwechselung bieten können.“

[In unserem lokalen Newsletter berichten wir jeden Abend aus Duisburg. Den Duisburg-Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen.]

„Die Saison im Freibad Großenbaum wird in diesem Jahr vermutlich bis Ende August andauern“, mutmaßt der Vorsitzende. Und zumindest für das nächste Wochenende ist noch mal richtiges Sommerwetter vorhergesagt.

Auf dem Gelände des Freibads befindet sich neben dem Beachclub „Samonte Beach“ seit einem Jahr auch eine Kampfsportschule. Weitere Informationen rund um das Freibad unter: www.freibad-grossenbaum.de

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben