Protestaktion

Tanzdemo zieht am Samstag durch die Duisburger City

Vor dem Stadttheater am Opernplatz wird beim Demonstrationszug am Samstag eine der Zwischenkundgebungen stattfinden.

Vor dem Stadttheater am Opernplatz wird beim Demonstrationszug am Samstag eine der Zwischenkundgebungen stattfinden.

Foto: DVV

Duisburg.   Ein Bündnis stadtpolitischer Gruppen aus dem Ruhrgebiet ruft zur Teilnahme auf. Los am Samstag geht’s ab 17 Uhr am Hauptbahnhof.

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Ein breites Bündnis stadtpolitischer Gruppen aus dem Ruhrgebiet ruft am Samstag, 15. September, unter dem Titel „Träume unter Asphalt“ zu einer Tanzdemo in Duisburg auf. Mit bunten Wagen und lauter Musik wollen Künstler und Kulturschaffende die Straße beleben und ihren Träumen von einer „solidarischen Stadt für Alle“ Ausdruck verleihen.

Anlass der Demonstration ist die mangelhafte Stadtentwicklungspolitik in vielen Städten der „Metropole Ruhr“. Probleme wie fehlender bezahlbarer Wohnraum, kulturelle Stagnation sowie Armut und Perspektivlosigkeit werden durch Stadträte und Verwaltungen des Ruhrgebiets nicht gelöst. Deswegen fordern die Veranstalter mehr Freiheiten für Menschen, die ihre Städte für alle lebenswerter machen wollen.

Forderung nach Ende rassistischer Stimmungsmache

„Während vielerorts mit Einkaufszentren und Luxuswohnungen profitorientiert gebaut wird, werden ärmere Stadtteile und deren Bewohner vernachlässigt“, schreibt das Bündnis. Menschen würden aus ihrer Nachbarschaft verdrängt, leerstehende Immobilien verfallen und die Mietsteigerungen, die in vielen deutschen Städten zum Problem geworden seien, hätten nun auch das Ruhrgebiet erreicht. „Wir wollen auf diese Probleme aufmerksam machen und kämpfen für eine solidarische Stadt für Alle“, sagt Nina Vecino vom Netzwerk „Recht auf Stadt Ruhr“.

Die Gruppen fordern neben einer gemeinnützig orientierten Stadtentwicklung auch das Ende rassistischer Stimmungsmache und mehr Unterstützung für selbst organisierte Projekte und Initiativen. Dafür braucht es Freiräume für unkommerzielle soziokulturelle Zentren, die in vielen größeren Städten seit Jahrzehnten fehlen.

Die Tanzdemo startet am 15. September um 17 Uhr am Hauptbahnhof und zieht von dort mit Zwischenkundgebungen am Theater und am Dellplatz über die Wanheimer Straße nach Hochfeld. Die Abschlusskundgebung findet gegen 22 Uhr vor der Pauluskirche statt.

Auf der Facebookseite „Träume unter Asphalt“ gibt es weitere Infos. Auf www.realize-ruhrgebiet.de ist der Aufruf veröffentlicht.

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