Tag der Archive

„Tag der Archive“ offenbart Schätze in Duisburg

Die Mitarbeiter der Archive freuen sich auf Besuch. In den vergangenen Jahren konnten sie sich immer über viel Zulauf freuen.

Foto: Lars Fröhlich

Die Mitarbeiter der Archive freuen sich auf Besuch. In den vergangenen Jahren konnten sie sich immer über viel Zulauf freuen. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   In acht Einrichtungen können Gäste am 3. März stöbern und entdecken. Das Thema der diesjährigen Auflage lautet: „Demokratie und Bürgerrechte“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In Duisburgs Archiven lagern echte Schätze. Am 3. März öffnen die Einrichtungen zwischen 11 und 17 Uhr ihre Türen für Besucher. An insgesamt acht Orten können Gäste dann beim „Tag der Archive“ stöbern und entdecken. Das Thema der diesjährigen Auflage lautet: „Demokratie und Bürgerrechte“.

Auch wenn alle acht Archive der Stadt geöffnet haben, fungieren das Landesarchiv und das Stadtarchiv als zentrale Veranstaltungsorte. Dort präsentieren alle Einrichtungen jeweils eine gemeinsame Ausstellung. Im Landesarchiv an der Schifferstraße 30 sind Archivobjekte zum Thema „Frieden, Freiheit, Mitbestimmung? – Aspekte der Revolution 1918/19“ zu sehen; im Stadtarchiv am Karmelplatz 5 werden den Besuchern an dem Tag Plakate und andere Quellen zum Thema „1968 und die Folgen“ gezeigt.

Die Ausstellung im Landesarchiv beleuchtet unter anderem die revolutionären Unruhen 1918 sowie die Streiks in den ersten Jahren der Weimarer Republik. Im Stadtarchiv dreht sich alles um einen politischen und gesellschaftlichen Wandel, der sich um 1970 in Deutschland vollzog.

Andreas Pilger vom Stadtarchiv freut sich auf viel Besuch. „In den vergangenen Jahren zog es immer viele Interessierte in die Archive“, weiß er zu berichten. „Vor allem die Führungen waren immer gut besucht“, sagt er weiter. Diese finden in diesem Jahr statt im Stadtarchiv, dem Landesarchiv und dem Archiv für Alternatives Schrifttum an der Münzstraße 37-34 in der Innenstadt (Zugang über den Parkplatz des Knüllermarktes). Die Führungen sind kostenlos. Karten muss man aber trotzdem haben. „Um das Ganze besser organisieren zu können, gibt es Tickets. Diese gibt es allerdings ausschließlich im Stadtarchiv“, erklärt Pilger.

Atemberaubende Einblicke

Pilger betont, dass es nicht nur bei den drei Führungen, sondern auch beim Angebot in den anderen Archiven beeindruckende Einblicke in die Themen Bürgerrecht und Demokratie gebe: Das Grillo-Archiv in Marxloh lässt die Besucher vieles über die großen Streiks im Ruhr-Bergbau in den Jahren 1889 und 1905 erfahren und gibt Einblick in die Auswirkungen dieser Krisen auf die Hüttenarbeiter. Das Archiv dokumentiert Auseinandersetzungen und Arbeitskämpfe nach 1905 bis 1918.

Auch Thyssenkrupp legt den Fokus auf die Arbeiterschaft. Denn die beteiligte sich an den revolutionären Unruhen der Jahre 1918/19 und brachte der Stadt den Titel „Rotes Hamborn“ ein. Um das Thema Protest geht es auch in der Universität. Im dortigen Archiv stehen demokratische Strukturen und Prozesse im Mittelpunkt, außerdem geht es um die studentische Opposition und Proteste an der Hochschule in Duisburg. Die Archive des Haniel-Konzerns und des Museums der deutschen Binnenschifffahrt runden Angebot ab.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik