VRR-Stationsbericht 2018

Zwei Bahnhöfe im Duisburger Süden sind im schlechten Zustand

Der Haltepunkt Duisburg-Buchholz zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite. Der Eingangsbereich ist mit Graffiti verschmiert und verdreckt. Foto:Katja Burgsmüller

Der Haltepunkt Duisburg-Buchholz zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite. Der Eingangsbereich ist mit Graffiti verschmiert und verdreckt. Foto:Katja Burgsmüller

Süd.   Bahnhof Entenfang wurde am besten bewertet, nur dort soll Ende 2019 kein Personenzug mehr halten. Rahm und Buchholz sind „nicht akzeptabel“.

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Sechs S-Bahnstationen gibt es im Duisburger Süden. Zwei der Haltepunkte – Buchholz und Rahm – sind im aktuellen Bericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr durchgefallen, ähnlich wie schon im Jahr 2017.

In Buchholz ist zumindest die Funktion des S-Bahnhofes laut Stationsbericht derzeit nicht eingeschränkt. Und tatsächlich, die Lautsprecheransagen mit Hinweisen der Bahn sind deutlich zu verstehen. Auf den Bänken können sich die wartenden Fahrgäste niederlassen. Allerdings haben Fahrgäste am Mittwoch gegen Mittag keine Chance, mit dem Aufzug zum Bahnsteig zu gelangen. Der wird gerade repariert. Und auch der Fahrkartenautomat hat seine besten Zeiten hinter sich, das Display ist verschmiert, die Schrift ist kaum zu lesen.

Buchholz und Rahm: nicht akzeptabel

Den Bahnhofstestern des VRR sind allerdings die Schmierereien an den Wänden ein Dorn im Auge und auch der Hauptgrund für die schlechten Bewertungen des einzelnen Bahnhöfe. Neben den Graffitischmierereien an den Wänden vor dem Aufgang in Buchholz ist es feucht, schimmelig und verdreckt. Da macht es im Gesamtbild kaum einen Unterschied, dass die Mülleimer gerade frisch geleert wurden. Immerhin gibt es keine Graffiti im Aufgangsbereich zu den Gleisen. Zuständig für die Reinigung ist in Buchholz die Bahn, aber auch die Wirtschaftsbetriebe sind dort hin und wieder im Einsatz.

Beim Rahmer S-Bahnhof hat sich in den vergangenen drei Jahren die Bewertung nicht verändert. Der südlichste Haltepunkt der S1 in Duisburg ist seit Jahren inakzeptabel. Kein barrierefreier Zugang zum Tunnel von Rahm aus, kein Aufzug zu den Gleisen und ständig Schmierereien an den Wänden im Tunnel oder im Treppenbereich.

Am Großenbaumer S-Bahnhof hat sich das Gesamturteil zum Vorjahr verbessert. Vom „nicht akzeptablen Erscheinungsbild“ zu „noch akzeptabel“. Die Sauberkeit und die Funktion im Zugangsbereich überzeugte die Tester, die Graffiti auf dem Bahnsteig sowie im Zugangsbereich zu den Gleisen und auch das Erscheinungsbild hingegen nicht.

Von den Testern abgewertet wurde auch der Bahnhof Wedau. Im letzten Jahr noch mit der Bestnote ausgezeichnet, bemängelt der Stationsbericht in 2018 die Verschmutzung durch Graffiti sowie die Funktion am Bahnsteig.

Am Bahnhof Bissingheim hat sich die Situation verschlechtert

Ebenso mit „noch akzeptabel“ ist die Station in Bissingheim bewertet, hat sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings verschlechtert. Der Haltepunkt ist sauber, die Funktion entspricht allerdings nicht den Anforderungen der Tester, eine Modernisierung ist dringend erforderlich.

Ähnlich sieht es am Bahnhof Entenfang aus. Die Haltestelle muss dringend modernisiert werden, fordern die Tester. Das hat jedoch keine Auswirkungen auf die Bewertung des Haltepunktes. Wie in den Jahren 2016 und 2017 ist die Station Duisburg-Entenfang mit der Bestnote bewertet worden. Schade nur, dass der Entenfang-Express, dort bald nicht mehr halten wird. Als Ersatz für die RB 37 soll ab Dezember die Buslinie 928 fahren.

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