Schuljubiläum

Zirkusprojekt in Buchholzer Waldschule

Jamine gibt Zunder: Die 16-jährige Schülerin probt für ihre Feuerspucker-Nummer bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Buchholzer Waldschule am Samstag. Alex Greiner vom Kölner Spielecircus passt auf.

Jamine gibt Zunder: Die 16-jährige Schülerin probt für ihre Feuerspucker-Nummer bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Buchholzer Waldschule am Samstag. Alex Greiner vom Kölner Spielecircus passt auf.

Foto: Martin Möller

Duisburg-Buchholz.   Zum 50-jährigen Jubiläum der Buchholzer Schule ist der Kölner Spielecircus zu Gast. Schüler verwandeln sich in Clowns, Artisten und Feuerspucker.

Was für ein Zirkus! Die Waldschule Buchholz mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung feiert in dieser Woche ihr fünfzigjähriges Bestehen, und weil es in einer Schule schließlich vor allem um die Kinder geht, stehen die auch im Mittelpunkt. „Wir haben den Kölner Spielecircus eingeladen, der stellt mit den Schülern ein tolles Programm auf die Beine“, freut sich Barbara Wedekind. Die Schulleiterin hat für das Zirkusteam nur Lob übrig. „Am Montag haben die Experten die Lehrer, Bufdis, Eltern und Integrationshelfer geschult, die geben ihr Wissen jetzt an die Schüler weiter.“ Die Vorstellung um 13 Uhr am Samstag ist schon beinahe ausverkauft, die Vorstellung um 15 Uhr hat noch ein bisschen Luft. Geladen sind natürlich die Familien der Schüler, aber auch die Nachbarschaft ist bei den gut einstündigen Vorstellungen willkommen.

Kostüme für alle Kinder

Dienstag und Mittwoch sind die Schüler der Jahrgangsstufen Eins bis 13 durch die verschiedenen Gruppen gewandert, gestern und heute trainieren die Nachwuchsakrobaten die Kunststücke ihrer Wahl. Damit bei den großen Shows am Samstag auch echtes Zirkusfeeling aufkommt, haben die Profis aus Köln nicht nur das große Zirkuszelt mitgebracht, sondern auch Kostüme für alle Schüler. Zwei ganz besondere Outfits gibt es für die zwei Zirkusdirektoren aus der Schülerschaft, die durch das Programm führen.

Im Zelt wird am Donnerstag aber noch fleißig geübt, die Feuerspucker bereiten ihre brandheiße Show vor. Jamine kniet sich neben die brennende Feuerschale und geht, unter den wachsamen Augen von Spielecircus-Mitarbeiter Alex Greiner, in Position. „Immer die Ärmel hochkrempeln“, mahnt er, und zählt dann runter. „Drei, Zwo, Eins, Feuer!“ Aus einer Tube drückt Jamine die brennbare Flüssigkeit, die später auch in der Vorstellung zum Einsatz kommt, und ein großer Feuerball schießt durch das schummrige Zelt. Große Begeisterung bei den Feuerspuckern in Spe.

In der Turnhalle ist die Brandgefahr signifikant niedriger, aber weniger spektakulär ist die Show der Hochseilartisten trotzdem nicht. Valentina balanciert geschickt auf dem wackeligen Seil, sogar auf einem Bein und mit einem Tuch in der einen Hand. Später wird dann sogar eine Duo-Nummer geprobt, zu Valentina gesellt sich auch noch Bashir auf das dünne Hochseil.

Schüler zeigen verborgene Talente

Im Flur nebenan müssen die Künstler auch ihren Gleichgewichtssinn unter Beweis stellen, allerdings geht es hier noch ein wenig rasanter zu als auf den Hochseilen. Auf großen Wasserrohren – der Profi sagt „Tonne“ – rollen die Schüler durch den Gang. Beim 14-jährigen Jeremy sieht das ganz einfach aus, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Ganz mühelos rollt er immer wieder von Tür zu Tür, am liebsten wolle er gar nicht mehr absteigen, grinst Barbara Wedekind.

„Wir haben bei einigen Schülern große, bisher verborgene Talente entdeckt“, freut sich die Schulleiterin über die große Begeisterung, mit der die Schüler ihre Kunststücke üben. Das spricht für den Erfolg des Zirkusprojekts.

Aber was darf in keinem Zirkus fehlen? Genau, die Clowns. Die proben ganz heimlich, still und leise in der Caféteria. Und sind die erste Anlaufstelle für die Verwandlungskünstlern unter den Schülern. Barbara Wedekind: „Die Clownsnase reicht, schon ist man jemand anderes.

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