Ausstellung

„Werkstatt 91“ zeigt Bilder im Bezirksamt Süd in Duisburg

Die Vorbereitungen für die Ausstellung der Künstlergruppe „Werkstatt 91“ sind abgeschlossen. Heute Abend findet die Eröffnung  im Bezirksamt Süd statt.

Die Vorbereitungen für die Ausstellung der Künstlergruppe „Werkstatt 91“ sind abgeschlossen. Heute Abend findet die Eröffnung im Bezirksamt Süd statt.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg-Buchholz.   Die Künstlergruppe „Werkstatt 91“ malt seit 30 Jahren zusammen und zeigt 50 farbenfrohe Gemälde im Bezirksamt Süd in Buchholz.

Farbenfroh geht es in den nächsten Wochen im Bezirksamt Süd zu. Dafür sorgen die Bilder der Künstlergruppe „Werkstatt 91“. Ausgestellt werden dort rund 50 Gemälde von Roswitha Koszuta, Helga Nordmann, Ursula Schröter, Margret Stolpmann und Norbert Mertens.

„Wir waren früher mal mehr“, erläutert Roswitha Koszuta. Zehn Künstler bildeten in den 1990er-Jahren die Werkstatt-Gruppe. Altersbedingt sei man mittlerweile geschrumpft, auch die 92-jährige Margret Stolpmann, deren Bilder in den Fluren des Bezirksamts noch zu sehen sind, hat inzwischen aus gesundheitlichen Gründen den Pinsel beiseite gelegt.

Quartett will noch nicht aufhören

Daran denkt das verbliebene Quartett allerdings noch lange nicht, das letzte Bild ist noch längst nicht gemalt. Vor rund 30 Jahren begann die gemeinsame künstlerische Schaffenzeit. Kennengelernt hat man sich in Malkursen der Volkshochschule und der Katholischen Familienbildungsstätte.

Geprägt sind die „91er“ durch ihren damaligen Lehrmeister Heribert A. Huneke, zu dem der Kontakt auch nach den Lehrjahren in Sachen Malerei nie abbrach. Bis heute ist der verbliebene Kern der „Werkstatt 91“ eng und freundschaftlich miteinander verbunden. In der Regel trifft man sich einmal in der Woche zum künstlerischen Austausch, inspiriert sich gegenseitig und nimmt neue Ideen auf.

Farben und Formen spielen dominante Rolle

Von Anfang an hat die Gruppe sich, beeinflusst von ihrem künstlerischen Vorbild, auf die ungegenständliche Malerei fokussiert. Dabei spielen Farben und klare Formen eine dominante Rolle. Gemalt wird in verschiedenen Farb-Techniken. Auch in der aktuellen Ausstellung werden Bilder in Öl-, Acryl- und Gouache-Farben oder auch in Öl-Kreide zu sehen sein.

Jeder der ausstellenden Maler hat eine andere Herangehensweise. So hat sich Ursula Schröter zuletzt vom Bauhaus-Jubiläum inspirieren lassen: „Die klaren und einfachen Formen haben mich immer schon stark beeindruckt und zum Experimentieren eingeladen.“

Norbert Mertens arbeitet gerne nach Skizzen. Dabei hat er die Erfahrung gemacht, dass nicht jedes Werk flüssig fertiggestellt wird: „Manchmal hat man das Gefühl, dass der Pinsel von allein malt, ein anderes Mal geht es einfach nicht weiter.“ Helga Nordmann gehört zu den eher intuitiven Künstlern: „Man hat eine Idee, fängt an und das Bild entwickelt sich dann während des Malens.“

Roswitha Koszuta berichtet nicht ohne Stolz, dass die Bilder der „Werkstatt 91“ bereits auf 27 Ausstellungen zu sehen waren. Und immer stellte man gemeinsam aus. „Die Chemie stimmt einfach zwischen uns, das Ganze macht uns immer noch sehr viel Spaß“, erklärte die Sprecherin der Künstlergruppe das bis heute harmonische Zusammenwirken.

Das Motto der Ausstellung im Bezirksamt am Sittardsberg ist gleichzeitig Programm. Der Titel „Leben – Farben? Farben leben“ gibt treffend darüber Auskunft, was die Besucher beim Rundgang durch die Ausstellung erwartet.

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