Musik-Wettbewerb

Weltpremiere beim Rock’n‘Rollator in Bissingheimer Kneipe

Die Band Own Blindness schaffte den Sprung ins Finale.

Die Band Own Blindness schaffte den Sprung ins Finale.

Foto: Frank Oppitz

Bissingheim.  Mit „Own Blindness“ und „Headhunter“ ziehen gleich zwei Bands ins Rock`n`Rollator-Finale in der Bissingheimer Kult-Kneipe Anne Tränke ein.

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Der zweite Vorentscheid im diesjährigen Rock’n’Rollator der Kultkneipe Anne Tränke in Bissingheim war in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Nicht nur war die musikalische Bandbreite so groß wie selten zuvor, eine Rockband, eine Heavy-Metal-Band und eine Coverband kämpften um den Einzug ins Finale, erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs lösten zwei Bands das Ticket zur Entscheidungsshow, die in diesem Jahr am 6. April stattfindet.

Den Anfang machte die Rockband „Own Blindness“ aus Duisburg. Obwohl nur ein einziger Coversong den Weg ins Programm der Band gefunden hatte, klang auch der Rest der Lieder, allesamt Eigenkompositionen, stilistisch wie aus der Hochzeit des Classic Rock. Melodisch und rifflastig, aber auch mit unerwarteten Variationen heizte „Own Blindness“ dem Publikum ein.

Noch dazu überraschten die Duisburger Musiker mit einer äußerst prominenten Rolle des Basses in ihren Kompositionen, die die Zuhörer sogar in die Welt des Funk entführten. Der Sänger der fünfköpfigen Gruppe bestach mit in jeder Hinsicht passender „Knödelstimme“, die im Rock so unentbehrlich ist. Die Arrangements der Songs ließen keine Langeweile aufkommen, Gitarrensoli, gelegentliche Halftime-Passagen, Ausflüge in den Blues und reduzierte Instrumentierung zeichneten die Kompositionen aus.

Dramatische Abstimmung

Weiter machte Coverdox, der Einschlag der Band war schon am Namen unschwer zu erkennen. Die Bandbreite der Ruhrgebiets-Band ersteckte sich über AC/DC, ZZ Top oder Neil Young. Die erfahrenen Musiker hielten, was ihr Bandname versprach, maximal mögliche Werktreue bei den klassischen Rocksongs, die die Band für ihr Programm ausgewählt hatte.

Die dritte Band des Abends, Headhunter, schreibt sich „Hardrock & Heavy-Metal“ auf die Fahnen. Wer aber bloß mit Krach gerechnet hatte, wurde, zum Glück, enttäuscht. Tatsächlich klangen die Kompositionen der Duisburger ein wenig „böser“, weil dissonanter, als die der zwei anderen Bands.

Der Abend mündete in einem spektakulären Finale, nach einer dramatischen Abstimmung per Applaus-O-Meter und der Einbeziehung der Jury-Urteils schafften es „Own Blindness“ und „Headhunter“ ins Finale.

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