Vom Frühling, der nicht kommen will

Buchholz.   Das Caritaszentrum-Süd war wieder gut gefüllt beim Buchholzer Autorenplausch. Dieses Mal setzte Silke Vogten ihre Lesebrille auf, um die Verse ihres Gedichts „Kreuzberg im April“ vorzutragen. Neben der gebürtigen Oberhausenerin war auch der Literat Dietmar Ostwald zu Gast.

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Das Caritaszentrum-Süd war wieder gut gefüllt beim Buchholzer Autorenplausch. Dieses Mal setzte Silke Vogten ihre Lesebrille auf, um die Verse ihres Gedichts „Kreuzberg im April“ vorzutragen. Neben der gebürtigen Oberhausenerin war auch der Literat Dietmar Ostwald zu Gast.

Bereits das elfte Mal haben die Duisburger Autoren Werner Zapp und Raniero Spahn zu dem literarischen Abend geladen, der vom Caritaszentrum Süd und der Bezirksbibliothek Buchholz zweimal im Jahr veranstaltet wird. Musiker Stefan Schlensak begleitete den Plausch mit seinem Banjo.

In Silke Vogtens Gedicht geht es um einen Frühling, der einfach nicht kommen wollte. „Ist ja eigentlich so wie jetzt“, sagt sie dazu. Seit 1999 ist Vogten als freie Journalistin und Autorin tätig und schreibt etwa über ihre Zeit in Berlin und Köln.

In ihrem neuen Lyrikband „Als ich hinsah“ gibt es aber auch Geschichten über das Älterwerden der Eltern – zum Beispiel über den Vater, der die meiste Zeit des Tages vor dem Fernseher verbringt. Seit 2010 veröffentlicht sie mit einer Kollegin außerdem den Kunstbrief „Escapade-belle-lettres“ - ein Projekt, „wo uns keiner in unsere Texte reinfuschen kann“, erklärt sie.

Wo sind die Stasi-Leute hin?

Als ehemaliger DDR-Bürger beschäftigt sich Dietmar Ostwald in seinen Romanen mit dem Leben im Stasi-Regime. Er selbst ist 1975 aus seiner Heimat in Thüringen geflohen und fragt sich jetzt etwa, „wo die Leute hin sind, die damals von der Stasi ausgebildet wurden“.

In seinem neuen Buch „Die Diener des ehrenwerten Herrn Exitus“ setzt sich der Protagonist Hermann Munde mit den Hintergründen der NSU-Morde auseinander. Einen Auszug daraus liest Ostwald dem Publikum in Buchholz vor, das gespannt zuhört. „Je mehr ich geschrieben habe, desto näher bin ich der Wahrheit gekommen.“

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