Ausstellung

Vergänglichkeit in 44 Versionen von Helmut Dohrmann

Helmut Dohrmann zeigt in der Ausstellung „Steine, Wracks und alte Bäume“ 44 seiner Werke im Gemeindezentrum Ungelsheim.

Foto: Fabian Strauch

Helmut Dohrmann zeigt in der Ausstellung „Steine, Wracks und alte Bäume“ 44 seiner Werke im Gemeindezentrum Ungelsheim. Foto: Fabian Strauch

Duisburg-Ungelsheim.   Der Künstler Helmut Dohrmann stellt in Ungelsheim seine Werke aus. Seine Inspiration findet er in der Natur und bei Google Maps.

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„Das Vergängliche hat mich schon immer mehr gereizt als das Perfekte“, sagt Helmut Dohrmann über seine Kunst. Wieviel Wahrheit in dieser Aussage steckt, kann man seit Sonntag in der evangelischen Auferstehungsgemeinde in Ungelsheim sehen. 44 Bilder des Künstlers werden in der Ausstellung „Steine, Wracks und alte Bäume“ präsentiert. Die Werke zeigen vor allem realistische Naturausschnitte in Aquarell, aber auch abstraktere Motive, Radierungen und Bleistiftzeichnungen sind Teil der Ausstellung.

Seine aktuellsten Werke hat Dohrmann erst vor vier Wochen beendet: Bäume, für die der Künstler sich Inspiration in einem Wald in Nordhessen geholt hat. „Alte Bäume haben mehr Charakter als die jungen“, sagt der Künstler über seine Motivauswahl. Mit seinen Baum-Bildern kehrt Helmut Dohrmann zu den Anfängen seiner Künstlerkarriere zurück. In Essen studierte er Kunst an der Folkwang-Universität und zeichnete in seiner Studienzeit etliche Bäume. „Ich habe danach gestrebt, so wie Dürer und Grünewald malen zu können.“

Mit einer viel moderneren Inspiration sind die Bilder von Schiffswracks entstanden, die seit Sonntag in der Ungelsheimer Kirche und in Gemeindehaus hängen. „Mit Google Maps habe ich eine virtuelle Reise entlang der afrikanischen Küste gemacht“, erinnert sich Helmut Dohrmann. Online hat sich der 68-Jährige verschiedene Bilder von Schiffwracks angeschaut und dann seine eigenen kreiert. Seine Wracks sind teilweise in strahlenden Farben gemalt und bilden zusammen mit dem intensiven Blau des Wassers und des Himmels ein wahres Farbenmeer. Etwa eine Woche braucht der Künstler für ein Bild. „In der Zeit lerne ich immer noch etwas über mein Motiv dazu und es wird weiterentwickelt“, sagt Dohrmann. Vorbilder für seine Steinmotive hat Dohrmann zuletzt auf einer Harzreise gefunden. „Ich kann eigentlich nie richtig Urlaub machen, weil ich immer etwas sehe, was ich dann gerne umsetzen würde.“

Die Werke von Helmut Dohrmann bleiben sechs Wochen in der Auferstehungsgemeinde. Montags bis freitags gelangen Interessierte von 9 bis 16 Uhr über den Eingang des Familienzentrums zur Ausstellung. Ansonsten ist die Ausstellung zu Veranstaltungszeiten der Gemeinde geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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