FÖRDERUNG

Unterstützung für Hilfe suchende Eltern im Duisburger Süden

An der Angerhauser Straße in Huckingen gibt es „Beratung vor Ort“ – hier finden überforderte Eltern Hilfe.

Foto: Stephan Eickershoff

An der Angerhauser Straße in Huckingen gibt es „Beratung vor Ort“ – hier finden überforderte Eltern Hilfe. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg-Süd.   Das Jugendamt unterstützt Kitas und Familienzentren im Süden mit über 10 000 Euro. Der Zuschuss sichert die Angebote zur Elternarbeit. Ein Überblick

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Es gibt Sprechstunden für unsichere oder überforderte Eltern in Familienzentren, es finden Gespräche über Erziehungsfragen in Kitas statt, oder Grundschüler lernen, wie sie Konflikte lösen können. Bereits seit 2007 arbeiten die sozialen Einrichtungen und das Jugendamt enger zusammen, damit Eltern und Familien rechtzeitig unterstützt und gefördert werden. Seit mittlerweile zehn Jahren stehen jährlich 300 000 Euro im Jugendhilfeetat bereit, um die Elternarbeit fortzusetzen und weiterzuentwickeln. Mit über 10 000 Euro werden Kindertagesstätten und Familienzentren im Süden unterstützt. Welche Angebote in welcher Süd-Einrichtung zu finden sind – ein Überblick:

Sprechstunden für Eltern

Die „Beratung vor Ort“ gibt es im evangelischen Familienzentrum an der Friemersheimer Straße in Wanheim und in den kooperierenden Familienzentren an der Angerhauser Straße in Huckingen sowie auf der Blankenburger Straße in Ungelsheim. Das Angebot richtet sich an Eltern, die überfordert mit der Kindererziehung sind oder sich dabei unsicher fühlen.

Bei den Sprechstunden geht es oft um mögliche Verhaltensprobleme beim Nachwuchs, Partnerschaftskrisen, Scheidungen oder Gewalt in der Familie. Nicht für jeden lassen sich in den Familienzentren Lösungen finden, weil es die Kompetenzen der Mitarbeiter übersteigt. Die Beratungsstelle vermittelt dann an die jeweils geeigneteren Ansprechpartner, wie Therapeuten, um Hilfe zu leisten.

Bislang nutzen vor allem bildungsferne Eltern, Alleinerziehende und Familien mit Migrationshintergrund das Angebot, das seit acht Jahren von der evangelischen Beratungsstelle betreut wird.

Gesprächskreise zu Erziehungsfragen

Auch der Caritasverband bietet Sprechstunden im Duisburger Süden an: In den Buchholzer Kitas St. Judas Thaddäus auf der Münchener Straße und St. Nikolaus auf der Swakopmunder Straße sowie an der Grundschule Am Tollberg in Wanheim. In Elternsprechstunden geht es vorwiegend um Erziehungsfragen. „Konzentrationsschwächen der Kinder, Scheidungsfolgen oder Beziehungsproblematiken in der Familie sind häufig im Mittelpunkt der Gespräche“, erklärt Ludger Thiesmeier, Caritas-Leiter des Familienhilfezentrums Mitte.

Ergänzend dazu gibt es in der Kita St. Nikolaus zusätzlich offene Gesprächskreise für Väter und Mütter. Zwar sind diese professionell angeleitet, aber die Eltern bestimmen selbst über die Gesprächsthemen. Der regelmäßige Austausch über pädagogisch wichtige oder aktuell relevante Inhalte scheint den Teilnehmern bislang zu nutzen. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv, heißt es im städtischen Beschlussentwurf zur Familienförderung.

Training im Sozialverhalten

Die Kinder der Gemeinschaftsgrundschulen an der Albert-Schweitzer-Straße in Huckingen und Am Tollberg in Wanheim können ihr Sozialverhalten stärken. Beim „Sozialkompetenztraining“ lernen die Grundschüler, sich für die eigenen Gefühle und die anderer zu sensibilisieren. Dadurch gelingt es den Kindern, sich selbst besser einzuschätzen. In Rollenspielen probieren sie Konfliktlösungen aus und stärken ihre Rücksichtnahme.

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