Unglück

Umgestürzter Kran in Duisburg-Huckingen vollständig geborgen

Der Kran ist durch den Unfall stark zerstört worden. Die Firma schätzt den Schaden auf rund 300 000 Euro.

Foto: Stephan Eickershoff

Der Kran ist durch den Unfall stark zerstört worden. Die Firma schätzt den Schaden auf rund 300 000 Euro. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg-Huckingen.   Ab kommender Woche soll der normale Baustellenbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Ursache des Unglücks wird weiterhin von Gutachtern geprüft.

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Wenn ein Kran umstürzt, hilft nur: drei weitere, größere Kräne. Darum herrschte am Donnerstagvormittag reges Treiben auf der Mündelheimer Straße, um den tags zuvor umgestürzten Teleskopkran wieder aufzurichten. Die Straße blieb bis 15.20 Uhr gesperrt. Etwa fünf Minuten vorher nahm der große Abschlepp-LKW mit schwerer Fracht seine Fahrt auf und brachte den verunglückten Kran weg von der Unglücksstelle. Dieser war am Mittwoch gegen acht Uhr umgekippt, als er eine Vortriebsmaschine für die dort anstehenden Rohrarbeiten in eine Baugrube heben sollte. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Zahlreiche Arbeiter bemühten sich in der Folge, die Spuren des Unfalls schnellstens zu beseitigen.

Abtransport Baukran Duisburg

Der Teleskop-Kran, der am Mittwoch, 23. August, in eine Baustelle in Duisburg gestürzt war, ist tags darauf abtransportiert worden.
Abtransport Baukran Duisburg

In der Nacht zu Donnerstag war der Ausleger des Krans mit Schneidbrennern in Einzelteile zerlegt worden. Am Morgen verhalfen drei weitere Kräne ihrem Kameraden wieder auf seine acht tonnenschweren Reifen. So wurde das ganze Ausmaß des Unglücks sichtbar: Die Windschutzscheibe war zersplittert, das Führerhaus neben dem Ausleger stark verbeult. Auch dessen technisches Innenleben war stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Straße war bis zum Nachmittag gesperrt

Zahlreiche Schaulustige an der Mündelheimer Straße beobachteten, wie ein zerstörter Anhänger und die Gegengewichte des Krans auf einen Tieflader gehoben wurden, bevor Arbeiter einer Bergungsfirma Öle und Kraftstoffe aus dem Kran abließen. Erst dann konnte ein Spezialfahrzeug das Wrack abschleppen.

Die Ursache des Unfalls ist weiterhin unklar. Warum das 86 Tonnen schwere Fahrzeug umstürzte, müsse weiter von Sachverständigen untersucht werden, so Martin Wiemann. „Boden, Personal, Gewicht am Fahrzeug – das kann alles sein“, sagt der Geschäftsführer der Dortmunder Kranfirma. Den Schaden schätzt er auf rund 300 000 Euro. „Auch das ist aber noch nicht klar.“ Unfälle mit Kränen passierten jedoch sehr selten. „Sonst könnten wir den Laden auch dicht machen“.

Die Auswirkungen auf die Baustelle sind gering

Die Wirtschaftsbetriebe versuchen, die Auswirkungen auf die Baustelle so gering wie möglich zu halten. „Am Montag sollen die Arbeiten an dieser Stelle wieder aufgenommen werden“, sagt Bauleiter Severin Hagmans. Bis dahin soll durch eine Spezialfirma der sandige Boden abgetragen werden, um eventuell ausgelaufenes Öl zu entsorgen. „Wir müssen außerdem prüfen, ob die Vortriebsmaschine etwas abbekommen hat.“ Sie ist schließlich aus einigen Metern Höhe abgestürzt.

Zudem wolle man den Bereich freilegen, um zu schauen, ob darunter verlaufende Kabel Schaden genommen haben. Nicht zuletzt müsse auch der Asphalt wieder verschlossen werden. Die Straße bleibe jedoch frei, versichert Hagmans. „Die Arbeiten finden in dem Bereich statt, in dem die Baustelle ohnehin liegt“, sagt er.

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