6-Seen-Wedau

Uferretter und OB Sören Link uneins über 6-Seen-Wedau

Vor allem diese mehrgeschossige Bebauung in unmittelbarer Ufernähe stört die Mitglieder der Initiative Uferretter.

Vor allem diese mehrgeschossige Bebauung in unmittelbarer Ufernähe stört die Mitglieder der Initiative Uferretter.

Foto: Stefan Klink/BEG NRW

Duisburg-Wedau.   Gegner des Bauprojekts trafen den Oberbürgermeister zum Gespräch – aber ohne Ergebnis. Jetzt kündigen die Uferretter spektakuläre Aktionen an.

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Die noch junge Initiative Uferretter hat es bereits ins Rathaus geschafft. Anfang dieser Woche wurde eine kleine Delegation zum persönlichen Gespräch mit Oberbürgermeister Sören Link eingeladen. Allerdings ohne wirklichen Erfolg: „Das ist schon eine große Leistung, dass wir überhaupt so weit gekommen sind. Die SPD und Herr Link haben allerdings genaue Vorstellungen, was geht und was nicht“, sagt Uferretter-Gründer Martin Dobberstein. Die Unterhaltung sei zwar sachlich und informativ gewesen, trotzdem habe man schnell gemerkt, dass es „keinen Raum für Diskussionen“ gibt.

Die Uferretter wollen mit ihrer Initiative den geplanten Wohnungsbau am Ufer des Masurensees im Rahmen des Bauprojekts 6-Seen-Wedau verhindern. Die Stadt plant eine Bebauung des überwiegend brachliegenden Bahngeländes zwischen Bissingheim und Wedau mit 3000 Wohnungen, die zum Teil bis an das Ufer des Masurensees heranreichen sollen.

Das Ufer soll dabei durch eine Promenade und einen Park von den Wohnflächen getrennt werden. „Wir sind der Meinung, dass man dieses Gebiet erhalten muss. Die Stadt sieht das leider nicht so“, berichtet Dobberstein. Die Uferretter befürchten, dass das Projekt am Masurensee der erste Schritt zu einer gänzlichen Bebauung der Sechs-Seen-Platte ist.

Eine Idee der Initiative: ein Auftritt der Philharmoniker

Dass das Vorhaben der Stadt nicht grundsätzlich gestoppt werden kann, ist dem Team rund um Dobberstein durchaus bewusst. Trotzdem zeigt man sich nach der erneuten gemeinsamen Arbeitsrunde am vergangenen Wochenende kampfbereit: „Wir müssen uns jetzt besser strukturieren und mehr arbeiten, um die Sechs-Seen-Platte in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen“, sagt Dobberstein. Dazu wollen die Uferretter künftig jeden Sonntag Veranstaltungen am Masurensee und rund um die Sechs-Seen-Platte abhalten. So ist beispielsweise eine Nachtwanderung mit Kindern und Eltern geplant. Auch ein Auftritt der Duisburger Philharmoniker ist eine der vielen Ideen, für die Dobberstein auch „spektakuläre Sachen“ verspricht.

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