Protest

Uferretter legen Alternativ-Vorschläge für 6-Seen-Wedau vor

Gegen die geplante Uferpromenade am Masurensee wehren sich die Uferretter. Sie finden: Das Seeufer soll so bleiben, wie es ist.

Gegen die geplante Uferpromenade am Masurensee wehren sich die Uferretter. Sie finden: Das Seeufer soll so bleiben, wie es ist.

Foto: Atelier Loidl

Duisburg-Wedau/Bissingheim.   Freitag endet die Einspruchsfrist gegen 6-Seen-Wedau. Initiative Uferretter präsentiert ihre Ideen für Promenade, Masurenallee und Naturschutz.

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Am Freitag läuft die Frist ab, bis zu der Bürger und Institutionen ihre Einwände gegen das Bauprojekt 6-Seen-Wedau vorbringen können. Die Initiative Uferretter, die gegen die geplante Promenade und ufernahe Bebauung am Masurensee protestiert, schlägt folgende Änderungen vor:

Bebauung am See

- Häuser mit bis zu sieben Stockwerken in Ufernähe soll es nicht geben.

+ Die Uferretter argumentieren, der Abstand zwischen öffentlichem Seeufer und Bebauung sei nicht groß genug.Daher wollen sie erreichen, dass „sämtliche Bebauung auf die See-abgewandte Seite der Masurenallee verschoben“ wird.

Uferpromenade

- Die Uferpromenade, die von den Planern des Projekts als Flaniermeile mit Gastronomie am Ufer vorgesehen ist, soll entfallen.

+ Eine Alternative soll die Masurenallee darstellen. Sie soll dazu zur verkehrsberuhigten Zone werden. Auch hier sei genug Platz für Gastronomie und andere Angebote vorhanden.

Masurenallee

- Laut Uferrettern würden durch die Promenade entlang des Masurensees „mindestens 185 Parkplätze vernichtet“, die sich an der Masurenallee befinden. Das wollen sie ebenso verhindern wie den geplanten Anschluss der Masurenallee an den neuen südlichen Kreisverkehr. Letzteres würde sonst die Masurenallee zur Ausweichstrecke für die Bewohner machen, befürchten sie.

+ Die Parkplätze sollen erhalten bleiben.

Nutzung durch Sportler

- Ein weiterer Kritikpunkt: Die Promenade würde „den jetzigen Nutzern des Masurenseeufers den Zugang unnnötig erschweren oder unmöglich machen“. Außerdem müssten einige Vereine umziehen, das verbrauche weitere Uferflächen der Sechs-Seen-Platte.

+ Der Zugang zum Seeufer soll offen bleiben, damit Sportler und Erholungssuchende mit zum Beispiel Stand-up-Paddling-Boards See und Ufer weiterhin nutzen können. Die Vereine sollen an ihren derzeitigen Standorten bleiben.

Naturschutz

- Die Uferretter sehen durch das Bauvorhaben die Nistplätze des Eisvogels bedroht. Sie würden in der derzeitigen Planung nicht berücksichtigt.

+ Ihre Forderung: „Die Nistplätze des Eisvogels dürfen nicht beschädigt werden und haben Vorrang vor jedem Bauvorhaben.“

<<< PLÄNE LIEGEN AUS

  • Bis Freitag, 14. September, können Bürger noch Einwände gegen 6-Seen-Wedau einreichen.
  • So lange liegen die entsprechenden Pläne aus: im Süden im Bezirksmanagement Süd, Sittardsberger Allee 14, Zimmer 108.
  • Geöffnet hat das Bezirksmanagement Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr.

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