Polizei

Traumberuf Polizist – neuer „Dorfsheriff“ in Duisburg-Rahm

Markus Bach ist der neue Bezirksbeamte für die Duisburger Stadtteile Rahm und Großenbaum.

Markus Bach ist der neue Bezirksbeamte für die Duisburger Stadtteile Rahm und Großenbaum.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rahm/Großenbaum.  Markus Bach ist der neue Bezirksbeamte in Duisburg-Rahm. Den 53-Jährigen erkennt man sofort an seinem neongelben Fahrradhelm.

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Endlich ist Markus Bach da angekommen, wo er schon viele Jahre hinwollte: Der Polizeihauptkommissar ist seit dem 4. November Bezirksbeamter in Duisburg-Rahm und Großenbaum. Seit drei Wochen ist er mit seinem schwarzen Dienstfahrrad unterwegs. Ein Fußgängertraining der Erstklässler der Gemeinschaftsgrundschule Am Knappert sowie den Sankt Martinszug der Grundschule hat er schon hinter sich gebracht. Sein erstes Fazit: „Es ist toll hier.“

Markus Bach ist auf den Rahmer Straßen gut zu erkennen. Im Dienst trägt er meist eine neongelbe Fahrradjacke sowie seinen neongelben Fahrradhelm. „Die Leute erkennen mich ohne Helm ja gar nicht, also lasse ich ihn auch meistens auf.“ Der 53-Jährige sucht den Kontakt zu den Bürgern, stellt sich überall vor und hat auch schon seine „strengen Seiten“ gezeigt. „Ich fahre ja auch schon mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und einen morgens sind mir mehrere Kinder auf der falschen Straßenseite entgegen gekommen. Ich habe die Kids angehalten und sie gelobt, dass wenigstens ihr Licht funktioniert, habe sie aber gleichzeitig darauf hingewiesen, dass sie auf der anderen Seite fahren müssen“, erzählt Bach. „Und siehe da, am nächsten Morgen hat es schon geklappt.“

Erst Betriebsschlosser, dann in den Polizeidienst

Für Markus Bach ist sein Beruf ein echter Traumjob. „Ich wollte schon immer zur Polizei“, sagt der Buchholzer. Seine erste Bewerbung ist aber an seiner Kurzsichtigkeit gescheitert. Anstatt zur Polizeischule ging Bach also zu Thyssen und machte eine Ausbildung zum Betriebsschlosser. Nach zwei Gesellenjahren kam dann der Anruf der Polizei. Alter und Sehstärke passten zusammen, und Markus Bach konnte endlich seinem Traumberuf nachgehen. Nach der Ausbildung kam er 1990 zur Hundertschaft nach Essen und anschließend nach Duisburg. 1992 wechselte Bach in den Wach- und Wechseldienst nach Rheinhausen und ein Jahr später nach Buchholz, wo er bis zuletzt im Streifendienst tätig war und als Tutor den jungen Kollegen das „praktische Leben“ im Polizeidienst zeigte.

Nach über 30 Jahren im Dienst ist es noch immer der Traumberuf für den Polizeihauptkommissar. „Klar gibt es immer auch mal Hochs und Tiefs, aber meine generelle Begeisterung für die Polizei muss abgefärbt haben“, sagt der zweifache Familienvater nicht ohne Stolz. „Seit 2011 ist auch mein Sohn bei der Polizei.“

Im Februar kommt ein Bezirkspolizist für Großenbaum

Kritische Worte findet Bach natürlich auch. „Eigentlich würde ich viel lieber noch mehr Zeit im Außendienst verbringen. Aber als Bezirksbeamter hat man auch einiges an Schreibtischarbeit zu verrichten. Das habe ich etwas unterschätzt.“ Umso glücklicher ist Bach darüber, dass er Anfang des nächsten Jahres weitere Unterstützung in der kleinen Wache auf der Straße Zu den Buchen 54 in Großenbaum bekommen wird. „Die Stelle für Großenbaum ist ausgeschrieben. Dann kann ich mich ganz auf Rahm konzentrieren. Und bis der neue Kollege kommt, läuft der Funk. Dann ist es hier nicht ganz so still.“

Tipps für die Arbeit als „Dorfsheriff“ holt sich Markus Bach von seinen Kollegen. „Es sind doch viele Dinge, die anders gehandhabt werden als im Wach- und Wechseldienst“, sagt Markus Bach. „Aber das spielt sich so langsam alles ein.“ Neben dem intensiven Kontakt zu den Rahmer Bürgern will Bach vor allem auch Präsenz auf den Straßen zeigen. „Wenn sich potenzielle Einbrecher dadurch abgeschreckt fühlen, umso besser.“

In seiner Freizeit geht Markus Bach am liebsten joggen. „Bis vor zwei Jahren bin ich auch regelmäßig Marathon gelaufen. Aber dann hat mich eine Achillessehnenverletzung ausgebremst. Aber langsam kann ich wieder loslegen.“ Das bringt dem Polizeihauptkommissar auch nur Vorteile in seinem Job, wie er findet. „Mir ist noch niemand davongelaufen.“

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