Stadtteilfest in Duissern soll Handel vor Ort stärken

Dienstleistung vor Ort: Gülcan Serin schneidet Besuchern des Stadtteilfestes die Haare.

Dienstleistung vor Ort: Gülcan Serin schneidet Besuchern des Stadtteilfestes die Haare.

Foto: foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duissern.  Händler und Vereine aus Duissern setzen mit den Stadtteilfest „Duissern auf einer Welle“ gegen den Einkauf im Internet. Den Besuchern gefällt’s.

Manfred Willems ist voll in seinem Element. Der Vorsitzende des Bürgervereins Duissern trägt einen hellblauen Anzug mit pinken Tulpen, während er an diesem Samstag mit sichtlicher Freude das Bühnenprogramm des Stadtteilfests moderiert. Unter dem Motto „Duissern auf einer Welle“ soll das Fest die öffentliche Nahversorgung des Stadtteils stärken.

Das Stadtteilfest bietet lokalen Geschäften die Möglichkeit, Besucher für ihre Produkte zu begeistern und als Kunden zu gewinnen. „Wenn jeder nur noch im Internet einkauft, verschwinden diese Läden mit der Zeit“, meint Willems.

In Duissern hat er in den letzten Jahren bereits eine solche Entwicklung beobachtet. Gerade deswegen sei es nun wichtig, den ansässigen Handel zu stärken. Neben Vereinen und Wohlfahrtsverbänden sind auch Künstler auf dem Fest vertreten. Eine von ihnen ist Ulla Bonn-Engler. Die gebürtige Duisburgerin freut sich, ihre Bilder und Skulpturen hier einem breiten Publikum präsentieren zu können. „Man lernt Menschen aus der Nachbarschaft kennen, zu denen man sonst wohl keinen Kontakt hätte“, erzählt sie.

Das Fest belebt den Stadtteil

Das Stadtteilfest wird von den Ausstellern sehr positiv aufgenommen. „Am liebsten würden wir jedes Jahr so ein Fest machen“, erzählt Willems. Wegen der aufwendigen Organisation habe man sich aber für einen Zwei-Jahres-Rhythmus entschieden.

Auch das Publikum sieht das Fest als echte Bereicherung für Duissern. „Das Fest belebt den Stadtteil“, findet Besucherin Susanne Hülsermann. Sie wohnt erst seit kurzer Zeit in Duissern und nutzt das Stadtteilfest, um neue Bekanntschaften zu schließen.

Manfred Willems ist unterdessen zurück auf der Bühne - seine Mission, Bürger und Vereine einander näherzubringen, geht weiter. Wer einen Blick auf die voll besetzten Publikumsränge wirft, kann feststellen: Das ist ihm heute gelungen.

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