Verschmutzung

So will die Politik die Masurenseewiese in den Griff kriegen

In diesem Sommer fiel die Wiese am Masurensee in Duisburg auch auf, weil die Corona-Regeln ignoriert wurden. Inzwischen ist die Wiese abgesperrt – das soll aber nicht so bleiben.

In diesem Sommer fiel die Wiese am Masurensee in Duisburg auch auf, weil die Corona-Regeln ignoriert wurden. Inzwischen ist die Wiese abgesperrt – das soll aber nicht so bleiben.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg-Süd.  Baden und Grillen sind am Masurensee verboten – doch viele tun es trotzdem. Einige Parteien fordern: Strafen müssen öfter verhängt werden.

Zum Hotspot wird der Masurensee im Sommer nicht nur der Temperaturen wegen: Jedes Jahr verstoßen dort massenweise Menschen gegen das Grill- und Badeverbot. In unserer Umfrage vor der Kommunalwahl erklären die Parteien, wie sie das Problem in den Griff bekommen wollen.

Die Wiese an der Masurenallee ist seit Jahren als Problemzone im Sommer bekannt. Welche Ideen haben Sie, damit sich dort alle Menschen wohlfühlen können?

CDU: Ordnungsamt und Polizei müssen frühzeitig und konsequent Verstöße ahnden. An besonders heißen Tagen muss der Ordnungsdienst bereits am Vormittag vor Ort sein und gegebenenfalls die Polizei zur Unterstützung anfordern, bevor es zu einer Eskalation kommt. Wild parkende Autos sind unverzüglich abzuschleppen, die Strafen für Grillen und Verunreinigungen der Grün- und Waldflächen durchzusetzen. Allen Bürgern soll es weiterhin als lebenswertes Naherholungsgebiet dienen. Für die Sechs-Seen-Platte muss zeitnah ein ganzheitliches Konzept entwickelt werden.

SPD: Es können sich dort alle wohlfühlen, wenn sich nicht ein paar Menschen mehr Rechte herausnehmen wollen als alle anderen.

Grüne: Die Regeln, die vor Ort gelten, müssen klarer angezeigt und an Sommertagen dann bereits durchgesetzt werden, wenn die Anzahl der Menschen noch überschaubar ist.

Linke: Wir fordern mit der Bürgerinitiative ein durchdachtes Nutzungskonzept für die Masurenwiese und die gesamte Sechs-Seen-Platte. Es ist ein überregionales Freizeitgebiet und Erholungsgebiet, was nur von Wedau erschlossen ist. Es sollte geprüft werden, inwieweit eine Erschließung von Ratingen-Lintorf und Großenbaum möglich ist. Der Uferbereich der Masurenwiese sollte wie ein Strand ausgestaltet werden. Ansonsten sollte es dort schön grün bleiben mit schattenspendendem altem Baumbestand. Statt dem wilden Grillen und wilden Parken sollte eine Bewirtschaftung in den Sommermonaten mit hohem Publikumsverkehr erfolgen (Grillstation, bewirtschafteter Parkplatz).

Junges Duisburg: Die Sperrung der Fläche in diesem Sommer kann nur eine Notlösung gewesen sein. Für die Zukunft muss das Ordnungsamt noch mehr Präsenz zeigen und gegebenenfalls präventiv einschreiten.

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