So kann man schreiende Babys beruhigen

Huckingen.   Was kann man tun, um ein Baby zu beruhigen? Gero Hufendiek von der Schrei-Ambulanz gibt Tipps: „Es ist ratsam, Babys nach einer Stunde oder eineinhalb Stunden Wachsein, langsam wieder zur Ruhe zu bringen“, sagt der Experte. Also keine weiteren Anreize schaffen. Denn ist das Baby erst einmal übermüdet, kommt es viel schwieriger in den Schlaf.

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Was kann man tun, um ein Baby zu beruhigen? Gero Hufendiek von der Schrei-Ambulanz gibt Tipps: „Es ist ratsam, Babys nach einer Stunde oder eineinhalb Stunden Wachsein, langsam wieder zur Ruhe zu bringen“, sagt der Experte. Also keine weiteren Anreize schaffen. Denn ist das Baby erst einmal übermüdet, kommt es viel schwieriger in den Schlaf.

Die meisten Kinder reagieren auf sanftes Schaukeln, Singen und Streicheln. „Das klappt nicht sofort, manchmal erst nach zehn oder 15 Minuten. Die Zeit muss man durchhalten.“ Auch das übt der Psychologe mit den Eltern, die zu ihm kommen, ein. Sie empfinden eine Viertelstunde Dauergeschrei oft wie zwei Stunden.

Eltern sollten sich entspannen

Besonders der späte Nachmittag ist oft problematisch. Das Baby muss die Eindrücke des Tages verarbeiten. Hufendiek rät in dieser Phase zu Spaziergängen. Von der manchmal praktizierten Methode, Kinder im Auto durch die Gegend zu fahren, hält er nichts.

Ihm geht es nicht nur um die Babys, sondern auch um das Befinden der Eltern. „Oft setzen sich Frauen selbst unter enormen Druck. Sie wollen alles perfekt machen. Wenn das nicht klappt und die Unterstützung vom Partner fehlt, entwickelt sich ein negatives Selbstwertgefühl.“ Doch es sei wichtig, dass sich auch die Eltern entspannen. „Bei dem einen geht das am besten beim Sport, beim anderen durch Autogenes Training“, so der Psychologe.

Finden Eltern in der Schrei-Ambulanz keine Hilfe, kann Hufendiek weitere Tipps geben, etwa zur Vermittlung einer Familien-Hebamme oder bei sehr gravierenden Regulationsstörungen, so der Fachjargon, ein stationäres Schlaftraining.

Übrigens, ein Trost für junge Eltern: Nach der zwölften Woche, wenn die schlimmsten Koliken überstanden sind, schreien die meisten Säuglinge weniger.

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