Ehrenamt

Selbsthilfezentrum für Senioren löst sich nach 20 Jahren auf

Über den Dank der Gemeinde freuten sich die Beiratsmitglieder Volker Przystupa, Edith Gutsche und Friedhelm Sommer (von rechts).

Über den Dank der Gemeinde freuten sich die Beiratsmitglieder Volker Przystupa, Edith Gutsche und Friedhelm Sommer (von rechts).

Foto: Dirk Sawatzki

Duisburg-Wedau/Bissingheim.  Aus fürs Selbsthilfezentrum. Der Grund ist positiv: Es gibt inzwischen Konkurrenz, in der sich vor allem jüngere Senioren zusammenfinden.

Das vor 20 Jahren gegründete Selbsthilfezentrum für Senioren in der damaligen evangelischen Kirchengemeinde Wedau-Bissingheim hat sich aufgelöst. Die Gemeinde blickt zurück auf zwei Jahrzehnte voller Aktionen und bedankt sich bei allen, die das ermöglicht haben. Schluss mit dem Engagement soll aber trotzdem nicht sein.

Ziel des Selbsthilfezentrums war es, die Seniorenarbeit eigenverantwortlich und nach eigenen Bedürfnissen zu organisieren. So sind neue Gruppen in der Gemeinde entstanden, es gab Ausflüge und Freizeiten und verschiedenste Aktivitäten im Gemeindeleben.

Jüngere Senioren gehen ins Netzwerk 55plus

In letzter Zeit stellte der leitende Beirat allerdings fest, dass es immer schwieriger wurde, sowohl neue Teilnehmer als auch neue Verantwortliche in Leitungspositionen zu finden, die bereit waren, diese Arbeit weiterzuführen. Als einen Grund vermutet die Gemeinde, dass sich die Gemeindestrukturen geändert haben und es inzwischen das Netzwerk 55+ gibt, wo sich jüngere Senioren mit einem ähnlich beschriebenen Ziel zusammenfinden. So hat das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis auf Wunsch des Beirats die Auflösung des Selbsthilfezentrums beschlossen.

Alle Gemeindegruppen, die aus dem Engagement des Selbsthilfezentrums entstanden sind, können und sollen aber natürlich in der Trägerschaft der Gemeinde weitergeführt werden. Das betrifft zum Beispiel das Klöncafé, das Aquarellmalen und die Seniorenband.

Ein Gründungsmitglied war bis zum Ende dabei

Das Presbyterium dankt allen, die über die Jahre hinweg die verantwortliche Leitung für das Seniorenprojekt übernommen und im Beirat und an anderer Stelle mitgearbeitet haben. Vor allem sei hier der langjährige Beiratsvorsitzende Friedhelm Sommer zu nennen. Friedhelm Sommer war gewissermaßen ein Gründungsmitglied und von Anfang an dabei. 20 Jahre lang hat er den Beirat zuverlässig geleitet und viele besondere Aktivitäten organisiert. In einem Gottesdienst wurde er kürzlich von seiner Aufgabe entpflichtet und nahm stellvertretend für alle anderen Beiratsmitglieder den Dank der Gemeinde entgegen.

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