Familienprojekt

Sägespaß mit motivierten Papas in Duisburg-Huckingen

Schreiner Marc Prabucki (hinten mit Weste) leitet den Vater-Kind-Workshop. Ihm bereitete er viel Freude, ebenso wie den großen und kleinen Teilnehmern.

Foto: Ute Gabriel

Schreiner Marc Prabucki (hinten mit Weste) leitet den Vater-Kind-Workshop. Ihm bereitete er viel Freude, ebenso wie den großen und kleinen Teilnehmern. Foto: Ute Gabriel

Duisburg-Huckingen.   Laubsägen sollen Kinder nicht alleine benutzen. Deshalb wurden sie beim Holzworkshop von ihren Vätern begleitet. Sie packten selbst gerne an.

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Sägespäne liegen auf dem Boden unter den Tischen, drum herum sitzen konzentrierte Kinder und bearbeiten ihre Holzplatte mit Laubsägen. Mit wachsamen Augen passen die Väter auf, dass sich ihre Kleinen nicht in die Finger schneiden. Helfen ist natürlich auch erlaubt, aber nur wenn es kompliziert wird.

Morgens ab zehn Uhr findet gerade zum ersten Mal der Holz-Workshop im evangelischen Familienzentrum statt, nur für Vater und Kind, Mütter waren nicht erlaubt. „Wir wollen mehr Aktionen für Vater und Kind anbieten“, berichtet Cerstin Kruse, Veranstalterin des Workshops. Zusammen mit dem gelernten Schreiner Marc Prabucki beaufsichtigt sie den Kurs für Väter und deren Nachwuchs. „Es geht darum, dass die Väter was mit ihren Kindern machen und Spaß daran haben.“

Das Prinzip ist einfach: Zuerst suchen sich die Teilnehmer ein Motiv aus; egal ob Minion, Auto oder Prinzessin, für jedes Kinderherz ist etwas dabei. Und wenn nicht, malt man einfach selbst etwas aufs Holz. Mit Hilfe von einer Schablone oder Pauspapier wird das Motiv auf das Holz gebracht, dann geht das Sägen los. „Die Kinder machen das sehr selbstständig.“ Prabucki muss nicht viel helfen, da auch die Väter schnell zur Seite sind, sobald ihre Schützlinge Hilfe brauchen. Am Ende wird das Holz noch bunt angemalt, so dass der Raum schließlich voller bunter Einhörner und blauer Polizeiautos ist.

Ein sicheres Erfolgserlebnis

„Es macht Spaß, etwas Handwerkliches mit meiner Tochter zu machen und zu sehen, wie selbstständig die Kinder sind“, erzählt Marc Krügger, während er den Rock einer Prinzessin anmalt. Neben ihm sitzt seine Tochter und malt ihr Einhorn an. „Zuhause wollen wir die Kunstwerke an Fäden aufhängen.“

Ob man das Gemachte aufhängt, an die Kinderzimmertür klebt oder der Mama schenkt, Prabucki ist sich des Erfolgserlebnisses sicher. „Es ist einfach toll, etwas mit nach Hause zu bringen, was man selbst gemacht hat.“ Die Idee des Holzworkshops hatte er zusammen mit Kruse. „Der Workshop kommt gut an, ich musste sogar einigen absagen, sonst wären wir zu viele geworden“, berichtet Kruse. „Ich mache es aber nächstes Jahr gerne wieder.“

Zuhause kann weitergearbeitet werden

Die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren haben Spaß, fast jeder sägt mehrere Motive aus dem Holz. Auch die Väter sind motiviert und helfen, wo sie können und dürfen. „Es ist etwas Besonderes, solche Aktionen macht man nicht oft mit seinem Kind“, berichtet Kruse.

Wer früher gehen muss, nimmt sich einfach ein bisschen Material mit nach Hause. „Es ist eine schöne Möglichkeit, den Kindern Materialien wie Holz näher zu bringen“, sagt Stefan Binkowski. Er ist mit seinen drei Kindern hier. „Es ist eine kreative Abwechslung, das können wir gerne öfter machen.“

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