Gesundheit

Raucher, Diabetiker, Senioren: Immer mehr Gefäßerkrankungen

Dr. Konstantinos Meletiadis, der  neue Chefarzt der Gefäßchirurgie in den Malteser Krankenhäusern St. Anna in Huckingen und St. Johannes-Stift in Homberg zeigt  zwei Venenballons, mit denen Gefäße aufgedehnt werden.

Foto: Ute Gabriel / FUNKE Foto Services

Dr. Konstantinos Meletiadis, der neue Chefarzt der Gefäßchirurgie in den Malteser Krankenhäusern St. Anna in Huckingen und St. Johannes-Stift in Homberg zeigt zwei Venenballons, mit denen Gefäße aufgedehnt werden. Foto: Ute Gabriel / FUNKE Foto Services

Huckingen.   Auf Dr. Konstantinos Meletiadis kommt viel Arbeit zu. Neuer Chefarzt der Gefäßchirurgie am St. Anna-Krankenhaus führt Gefäß-Transplantation ein

Die starken Raucher, die jetzt in die Jahre kommen, Senioren, deren Gefäße zunehmend verkalken und die steigende Zahl von Diabetikern: Gefäßerkrankungen treten immer häufiger auf. Auf Dr. Konstantinos Meletiadis kommt also jede Menge Arbeit zu. Er hat am 1. Juli die Leitung der Gefäßchirurgie an den Malteser Krankenhäusern St. Anna in Huckingen und am St. Johannes Stift in Homberg übernommen.

Der neue Chefarzt kommt vom Helios Klinikum in Wuppertal. Dort hat der 42jährige zuletzt als leitender Oberarzt gearbeitet. Aus der Wuppertaler Klinik bringt er ein Team von fünf Ärzten mit.

„Wir versuchen, eine möglichst schonende Behandlungsmethode zu finden“

Dr. Meletiadis verfügt über ein breites operatives Spektrum: Operationen an Hals- und Bauchschlagdern, Minimalinvasive Eingriffe, also so genannte „Schlüsselloch-Operationen“, Behandlung von Krampfadern gehören dazu. Dennoch zieht der Chirurg bei entsprechender Indikation immer zunächst eine Behandlung mit Medikamenten in Erwägung. Das gilt vor allem bei Patienten, für die eine Operation sehr belastend wäre, etwa alte Menschen oder solche mit schweren Vorerkrankungen. „Wir versuchen grundsätzlich, eine möglichst schonende Behandlungsmethode zu finden“, so der Gefäßchirurg.

Seine „Spezialität“ am Huckinger Hospital werden Hybrid-Operationen mit der Angio-Suite sein. Mit diesen Hybrid-OPs, bei denen Chirurgen und Radiologen eng zusammenarbeiten, werden komplexe Gefäßprobleme behandelt. Zum Beispiel ein Bauchaortenaneurysma, also eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum, oder massive Durchblutungsstörungen in den Beinen, die ohne Behandlung zur Amputation führen würden.

Er operiert nicht nur Privatpatienten

Bei komplizierten Operationen stehe er selbst am OP-Tisch, nicht nur bei Privatpatienten, versichert Meletiadis. Im übrigen gibt der Chefarzt sein Wissen an seine Assistenz- und Oberärzte weiter.

Meletiadis plant, ein neues Verfahren, das er bereits in Wuppertal angewandt hat, in Duisburg einzuführen: die Transplantation von Gefäßen. „Das setzen wir ein, wenn es zu Entzündungen an Prothesen kommt“, so der Fachmann.

Als Sohn griechischer Eltern in Siegburg geboren

Der Chirurg, der in Siegburg geboren wurde, hat griechische Wurzeln. „Meine Eltern kamen als Gastarbeiter her“, so der Mediziner, der selbst zweifacher Vater ist. Als Chef der Gefäßchirurgie wird er zwischen den Malteser-Krankenhäusern Huckingen und Homberg pendeln. An beiden Standorten kümmern sich zudem jeweils drei Oberärzte und drei Assistenzärzte um die Patienten.

Meletiadis rät dazu, bei ersten Anzeichen von Durchblutungsstörungen zum Arzt zu gehen. Auch in der Gefäßchirurgie gilt: Je früher eine Krankheit erkannt wird, umso besser ist sie zu behandeln.

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