Karneval

Nur 9000 Jecken feiern den Karneval beim Zug durch Serm

Der Regen am Vormittag hielt einige Narren davon ab, sich dem Zug anzuschließen. Diese Jecken ließen sich die Laune aber nicht verhageln.

Foto: Lars Heidrich

Der Regen am Vormittag hielt einige Narren davon ab, sich dem Zug anzuschließen. Diese Jecken ließen sich die Laune aber nicht verhageln. Foto: Lars Heidrich

Duisburg-Serm.   Weniger Narren als sonst ziehen durch Serm. Die lassen sich die Stimmung aber nicht verhageln. Ein Motivwagen teilt gegen die Stadt aus.

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Da hatte Petrus gerade noch einmal die Kurve gekriegt. Am späten Vormittag zeigte sich das Karnevalswetter mit peitschenden Regenfällen noch von seiner unangenehmen Seite. Das hielt den einen oder anderen Jecken davon ab, sich auf den Weg ins Karnevalsdorf zu machen. Doch pünktlich zu Beginn des Zuges war der Regen verzogen. Trotzdem hatte die ungemütliche Wettersituation Auswirkungen auf die Zuschauerzahl. „Das sind wohl noch so um die 9 000 Besucher“, vermutete Bernd Baumann, der Präsident der KG Südstern, mit Blick auf die Narren am Wegesrand.

Die Dorfbewohner hatten ihre Häuser wieder bunt geschmückt und feierten auf Balkonen und in den Garageneinfahrten ihre eigenen kleinen Karnevalspartys. Die Anwohner der Dorfstraße hatten zudem von ihren Fenstern und Balkonen herrliche Logenplätze und somit den närrischen Lindwurm prima im Auge. Immerhin zogen alleine acht Musikzüge, sieben Motivwagen und 17 Fußgruppen an ihnen vorüber.

Brisanter dorfpolitischer Motivwagen – zum Wagenbau

Natürlich ließen sich dabei auch Prinz Marcus I. und das Kinderprinzenpaar Joe I. und Luna I. gebührend bejubeln. Diesmal gab es von der KG Südstern einen brisanten dorfpolitischen Motivwagen in eigener Sache Dort hatte man die Schwierigkeiten, die mit der Errichtung der dringend notwendigen Wagenbauhalle aufgetreten sind, in bester Narrenart zum Thema gemacht. Woran es derzeit hapert, macht das Wagen-Motto „Antrag, Durchschrift, Formular, ist der Bau denn endlich da?“ deutlich. Der Wagen selbst durfte übrigens noch im Exil in der Scheune des Bastenhofs gebaut werden.

Die Dorfgemeinschaft funktioniert und ist kreativ

Auf die Gestaltung des Zuges hatte dieses bisher ungelöste Problem aber keinen Einfluss. Die Musikkappellen sorgten für beste Karnevalsstimmung, die zahlreichen Fußgruppen zeigten wieder einmal, wie kreativ man in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft sein kann. Das galt für die Dollen Hippen in ihren Fesselballonfahrer-Kostümen genauso wie für die Pikantjes in ihrem überdimensionalen Spinnenoutfit oder für die Konfettis in ihren wunderschön anzusehenden venezianischen Kostümen.

Für die Verpflegung am Zugweg sorgte wie in jedem Jahr die ehrenwerte Gilde der Wurstsammler, die ihre am Tag zuvor geschnorrten Produkte am Zugrand verteilten.

Nach dem Zug ging’s beim Manöverball im Festzelt übergangslos weiter. Der Aschermittwoch kommt schon früh genug.

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