Verkehrssicherheit

Noch immer liegen Äste gefährlich nahe an der B 288

Anwohner fürchten, dass die Äste bei Sturm auf die Straße geweht

Anwohner fürchten, dass die Äste bei Sturm auf die Straße geweht

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg-Mündelheim.   Bis Ende Februar wollte Straßen.NRW die Schnittreste an der B  288 bei Mündelheim entfernen. Doch passiert ist das immer noch nicht.

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Noch immer liegen die Reste von geschnittenen Bäumen an der B 288 in Mündelheim. Straßen NRW hatte dort vergangenen Herbst mehrere Bäume gefällt. Doch die Äste blieben liegen. Eigentlich hatte der Landesbetrieb bereits vor vier Wochen zugesagt, die Schnittreste bis Ende Februar zu beseitigen (die WAZ berichtete). Doch geschehen ist das noch immer nicht.

Was, wenn Vögel im Holz nisten?

Anwohner wie Karl Wulftange ärgert das: „Nichts ist passiert. Die Holzreste liegen auch viel zu nah an der Straße. Der Sturm Anfang der Woche hätte die auf die Fahrbahn wehen können. Das ist gefährlich“. Außerdem, so befürchtet er, könnten bereits Vögel oder andere Kleintiere in den Ästen nisten. „Und seit dem 1. März ist Schonzeit, darf man das Holz jetzt überhaupt noch wegräumen? Man ist doch mit den Arbeiten erst fertig, wenn alles weggeräumt ist“.

Ähnlich äußert sich ein anderer Anwohner, der seinen Namen nicht nennen will. Neben der Sorge um mögliche brütende Vögel vermutet er ein Kalkül: „Dahinter kann sich die Polizei gut verstecken, um zu blitzen.“

Straßen.NRW bedauert Verzögerung

Frank Hoffmann von Straßen NRW räumt ein, dass die Verzögerungen nicht geplant waren. „Unsere Mitarbeiter nutzen zunächst die Zeit zwischen Anfang Oktober und Ende Februar, um die Bäume zurück zu schneiden, weil sie es nur dann dürfen. Das Fällen hat erst einmal Vorrang vor dem Abtransport“, sagt er. „Ich muss aber sagen, dass auch ich nicht glücklich mit dem Verlauf bin. Das sollte nicht so sein“. Er nennt nun einen neuen Termin: den 15. März. „Ich hoffe, dass wir das bis dahin schaffen“, sagt Hoffmann. Die Schonzeit gelte nicht für Tiere, die in bereits liegendem Holz nisteten. „Wir gehen aber trotzdem sehr behutsam vor und klopfen das Holz ab, um Tieren die Möglichkeit zur Flucht zu geben.“

Im Herbst hatte Straßen NRW rund 30 Bäume entlang der B 288 gefällt. Sie hatten das Eschentriebsterben. Dieses wird durch einen Pilz verursacht und ist ansteckend. Forstbetriebe empfehlen, befallene Bäume zu fällen, da sich die Krankheit sonst weiter ausbreiten kann. In Deutschland tritt das Eschentriebsterben erst seit gut zehn Jahren auf. Der Ursprung wird in Asien vermutet. Manche Eschen sind resistent. Auf sie setzen Baumzüchter ihre Hoffnung, dass die Baumart nicht aussterben wird.

Kein Ersatz für gefällte Eschen

Die Krankheit befällt zwar primär den Baum, hat aber auch Nebenwirkungen für den Verkehr: Die Äste befallener Bäume trocknen aus und drohen auf die Straße zu fallen. Ersatz für die Eschen an der B288 soll es nicht geben. Die Bäume wurden zwar von Straßen NRW gepflegt, es handelt sich aber größtenteils um Wildwuchs.

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