AUTORENPLAUSCH

Neunter Buchholzer Autorenplausch im Caritascentrum Süd

Werner Muth und Jacqueline Montemurri – zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, die eine Leidenschaft verbindet: die Liebe zum Schreiben.

Foto: Lars Fröhlich

Werner Muth und Jacqueline Montemurri – zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, die eine Leidenschaft verbindet: die Liebe zum Schreiben. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Buchholz.   Zum 9. Buchholzer Autorenplausch kamen Jacqueline Montemurri und Werner Muth. Sie brachten mit: Geschichten über das Klonen und Lavendelbeete.

Er arbeitet gerne im eigenen Garten, sie würde gerne einmal zum Mars reisen. Jacqueline Montemurri und Werner Muth scheinen zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten zu sein. Aber die beiden verbindet eine Leidenschaft: die Liebe zum Schreiben.

Am Donnerstagabend waren die beiden Schriftsteller zu Gast beim Duisburger Autorenplausch im Caritas-Zentrum Süd. Zum neunten Mal haben die Duisburger Literaten Raniero Spahn und Werner Zapp ansässige Autoren zu der Veranstaltung der Buchholzer Bezirksbibliothek und des Caritaszentrums Süd eingeladen.

Im Mittelpunkt stehen die Geschichten hinter den Geschichten

An diesem Abend stehen vor allem die Geschichten hinter den Geschichten im Mittelpunkt. Dass Jacqueline Montemurri im Science-Fiction Bereich landet, schien schon lange vorherbestimmt. Als Kind ließ sie sich von der Leidenschaft ihrer Mutter zur russischen Raumfahrt anstecken. Nach dem Abitur studierte die heutige Velberterin Luft- und Raumfahrttechnik in Aachen.

„In Science-Fiction geht es aber nicht nur um das Weltall und fremde Galaxien“, betont die 47-Jährige. So schreibt sie in ihrem Buch „Die Maggan-Kopie“ über eine Welt, in der das Klonen zum Alltag gehört. Inspiration für die Geschichte war das geklonte Schaf Dolly, über das vor gut 20 Jahren vielfach berichtet wurde.

Im Caritascentrum liest Jacqueline Montemurri eine Kurzgeschichte: Es geht um den Hauscomputer James, der seiner Hausherrin jeden Wunsch erfüllt. Gelächter kommt im Publikum auf, als Montemurri eine skurrile Szene beschreibt: Die Hausherrin liegt mit einem Mann im Bett, und James schlägt pausenlos vor, wie das Ganze noch romantischer gestaltet werden könnte.

Muths Gedichte bestehen aus Naturbeschreibungen

Auch Werner Muths gelesene Worte sorgen für den einen oder anderen Lacher. Die Gedichte des Rentners bestehen aus Naturbeschreibungen und einer guten Portion Humor. Für viel Applaus sorgt das Gedicht „Baggerlöcher“. Es handelt von der Sechs-Seen-Platte. Im Laufe des Gedichts zählt Muth alle Gewässer auf und erzählt vom schlauen Fuchs vom Wambachsee, der am Entenfang auf Jagd geht. Werner Muths sehr tiefe und ruhige Stimme passt dabei immer hervorragend zu seinen Texten.

Der Musiker Mike Schneemilch verfügt ebenfalls über eine herausragende Stimme. In den Pausen bereichert er den Abend mit Gesang. Dazu begleitet der Mülheimer sich selbst auf der Gitarre.

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