Wohnen

Mündelheimer Mieterinitiative vermeldet erste Fortschritte

322 Wohneinheiten –nicht alle sind vermietet – gehören zu der Liegenschaft  Im Bonnefeld/Ehinger Berg.

322 Wohneinheiten –nicht alle sind vermietet – gehören zu der Liegenschaft Im Bonnefeld/Ehinger Berg.

Foto: Udo Gottschalk/Archiv

Duisburg-Mündelheim.   Mieterinitiative Bonnefeld berichtet auf der zweiten Mieterversammlung von vielen Fortschritten. Enge Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung AVV.

Bestens vorbereitet und gut gelaunt steht Alexandra Stein zusammen mit den Beiräten der Mieterinitiative vor rund 45 Bewohnern der Mündelheimer Höhe. Die Mieterinitiative hatte die Bewohner der 322 Wohneinheiten der Liegenschaft Im Bonnefeld und Ehinger Berg zur zweiten Mieterversammlung geladen. Die Hauptnachricht des Tages: Es tut sich etwas

„Der ganze Einsatz hat sich bis hierhin schon gelohnt“, resümiert Alexandra Stein, die Initiatorin der Mieterinitiative Bonnefeld. „Seit November sind schon zahlreiche Mängel in den Häusern und in einzelnen Wohnungen behoben worden, Nachzahlungen der Nebenkosten aus den Jahren 2015/2016 wurden uns erlassen. Die Verhandlungsgespräche über die Betriebskosten von 2017 haben Ende 2018 stattgefunden.“

Beschwerden ernst genommen

Nach der ersten Sitzung, zu der auch sämtliche Verantwortliche der Hausverwaltung Allgemeine Vermögensverwaltung GmbH (AVV), der Investoren und der Hausmeisterfirma erschienen waren, hat sich das Miteinander zwischen Mietern und Verwaltung enorm verbessert. „Am Tag der ersten Versammlung waren wir noch total geschockt, dass sich alle Verantwortlichen unseren Fragen und Beschwerden persönlich gestellt haben“, sagt Alexandra Stein. „Da hatten wir schon das Schlimmste befürchtet. Aber im Gegenteil. Alle haben unser Anliegen verstanden und von dem Zeitpunkt an wurde sich gekümmert.“

So wurden unter anderem die Rauchabzüge in den Häusern erneuert, die Rückstandsklappen in den von Hochwasser betroffenen Häusern wurden ausgetauscht, der Treppenhausanstrich in den verschiedenen Gebäuden ist aktuell in Planung und der Spielplatz wurde fertiggestellt. Die AVV ist für ihre Mieter besser erreichbar, die Sprechzeiten haben sich erweitert. „Ein weiterer wichtiger Schritt war es, dass sich der Hausreinigungsdienst der Firma Alfa enorm verbessert hat“, sagt Alexandra Stein. „Die Firma hat ihr Personal ausgetauscht. Zudem bekommen wir als Mieterinitiative monatliche Rückmeldung über die geleisteten Arbeiten der Hausverwaltung.“

Kritik an Mülltrennung der Mieter

Zufrieden sind auch Horst Ambaum und Klaus Drechsler, die die Mieterinitiative von Anfang an unterstützend begleiten. „Wir kennen die Zustände ja nun schon viele Jahre lang“, sagt Horst Ambaum. „Wir haben wirklich mit extremen Widerstand gerechnet. Aber es läuft wirklich alles zum Wohle der Mieter.“ Natürlich gebe es auch weiterhin Beschwerden, aber im Großen und Ganzen werden die Mieter und ihre Sorgen ernstgenommen. „Und gerade das war ja ein großer Kritikpunkt in der ersten Mieterversammlung“, sagt Ambaum, der bereits 2013, als die „Mündelheimer Höhe“ noch Eigentum des Wohnungsunternehmens „Gagfah“ war, die damaligen Mieter unterstützt hat.

Neben vielen positiven Dingen gab es allerdings auch Kritik seitens der Mieterversammlung an dem Verhalten mancher Mieter. „Die Mülltrennung ist ein großes Problem“, sagt Alexandra Stein, die sich doch ein paar mehr Teilnehmer an diesem Nachmittag erhofft hatte. „Wenn sich da manche Mieter nicht an die Mülltrennung halten, kommen die Kosten auf uns zurück. Mal ganz abgesehen von der Optik.“

Auf ein gemeinsames Highlight hofft die Mieterinitiative im Sommer. „Nach den ganzen Ärgernissen wäre ein Sommerfest für das Miteinander doch etwas Schönes“, findet Alexandra Stein.

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